Am Donnerstag absolvierte Ott Tänak in Kroatien einen intensiven Testtag und wird Toyota nach eigenen Angaben für den Rest der Saison in der Entwicklungsarbeit für das neue Auto unterstützen. Eine Rückkehr in die Rallye-Weltmeisterschaft bedeutet das jedoch nicht automatisch.
Er sei erst vor Kurzem vom Team angefragt worden, erklärte Tänak. Für ihn sei es eine willkommene Gelegenheit gewesen, da er seine Auszeit genossen habe und sich auch eigenen Projekten widmen konnte. Gleichzeitig kenne er die Strukturen bei Toyota bestens und habe sich deshalb gefreut, wieder involviert zu sein, verriet Tänak gegenüber DirtFish.
Die aktuelle Mischung aus freier Zeit und gelegentlichen Einsätzen im Rallyeauto empfindet er als ideal. Der erste Testtag sei umfangreich gewesen, mit viel Fahrzeit, und auch am Folgetag stand ein volles Programm an. Dabei sei das Fahrzeug keineswegs mehr im Anfangsstadium, sondern habe bereits einiges an Testkilometern absolviert.
Mit Blick auf das neue Fahrzeug ließ Tänak durchblicken, dass die kommenden Reglementsänderungen eine enorme Herausforderung darstellen. Die Aufgabe für die Ingenieure bestehe darin, das Maximum aus dem Konzept herauszuholen – zumal die neue Generation von Rallyeautos sich gegen die aktuellen Rally2-Fahrzeuge behaupten müsse, was alles andere als selbstverständlich sei.
Wie es für ihn persönlich über diese Saison hinaus weitergeht, ist offen. Konkrete Pläne für ein mögliches Comeback im Jahr 2027 gibt es derzeit nicht. Zwar verspüre er weiterhin den Wunsch, Rallyeautos zu fahren, doch die aktuelle Rolle mit vereinzelten Testeinsätzen empfindet er als deutlich angenehmer als einen kompletten WM-Kalender zu bestreiten.
