Thierry Neuville hatte die Rallye Kroatien lange souverän angeführt und lag vor der abschließenden Power-Stage mit über einer Minute vor dem späteren Sieger Takamoto Katsuta. Doch ein Fehler beendete die Sieghoffnungen abrupt: Der Belgier touchierte mit der rechten Fahrzeugfront seines Hyundai einen Betonblock. Zwar erreichte er noch das Ziel der Prüfung, doch der Zeitverlust von über 20 Minuten machte eine Weiterfahrt sinnlos. Kurz darauf gab er auf der Verbindungsetappe auf.
Jetzt gilt es, beim anstehenden Lauf auf Gran Canaria Wiedergutmachung zu leisten. „Die Rally Islas Canarias ist wahrscheinlich die unkomplizierteste Asphalt-Rallye der Saison, was die Streckenbedingungen angeht. Es sind die saubersten Strecken mit dem höchsten Grip aller Asphalt-Rallyes, die wir fahren“, erklärte Neuville. „Die Straßen haben einen sehr rundstreckenähnlichen Charakter inmitten einer wunderschönen Landschaft, aber sie sind sehr anspruchsvoll und technisch, wenn es um den Aufschrieb geht. Das ist eine der größten Herausforderungen hier.“
Im vergangenen Jahr kämpften die Hyundai-Piloten mit extremem Untersteuern auf den schnellen Strecken und verloren gegen die Toyota-Konkurrenz empfindlich viel Zeit pro Kilometer. Eine Klatsche, die sich dieses Mal nicht wiederholen soll.
„Wir haben hart am Auto gearbeitet, um es präziser zu machen und gleichzeitig die Balance zu verbessern. Wir wissen noch nicht, was wir ergebnistechnisch erreichen können, aber wenn jeder sein Bestes gibt und wir das Auto ins Ziel bringen, können wir zufrieden sein“, versucht Neuville, etwas Druck abzubauen, erinnert sich aber direkt an den bitteren Tiefschlag in Kroatien. „Natürlich wollen wir nach dem vergangenen Wochenende ein starkes Ergebnis für das Team holen, und wir werden alles daransetzen, um alle wieder stolz zu machen.“


