Ravenol Deutscher Rallye Cup

Ostalb-Rallye: Griebel ohne Konkurrenz

Mit klarem Vorsprung haben Marijan Griebel und Beifahrerin Ella Kremer die Ostalb-Rallye gewinnen können. Mathias Schläppi übernimmt die Führung im DRC.

19. April 2026

DRC MEDIA TEAM

Mit dem souveränen Sieg von Marijan Griebel / Ella Kremer im Skoda Fabia RS Rally2 endete die 37. KW-Ostalb-Rallye rund um die Kochertalmetropole Abtsgmünd. Nach dem fünften Lauf des Ravenol Deutschen Rallye Cups gab es einen Wechsel an der Spitze. Der Schweizer Mathias Schläppi, diesmal mit Dominique Juple im NC3-Peugeot 208 unterwegs, sicherte sich mit einem hart erkämpften Klassensieg die entscheidenden Punkte, um Pöttgen von der Cup-Spitze zu verdrängen.

„Das war eine wirklich geniale Rallye, eine sehr gute Gelegenheit, uns auf unseren DRM-Auftakt am nächsten Wochenende vorzubereiten“, freute sich Griebel nach seiner Ostalb-Premiere. „Wir sind unserer Favoritenrolle sicherlich gerecht geworden, aber für einen Sieg muss man immer auch sehr konzentriert und fehlerfrei unterwegs sein.“

Dennis Rostek / Stefan Kopczyk beendeten im Schwesterauto ihre DRM-Vorbereitung auf dem zweiten Platz. Mit einer starken Vorstellung fuhren Lars Stütz / Jana Schreiber im BMW M3 als Klassensieger der NC2 auf den dritten Gesamtrang. Platz vier belegten Marc Rettenberger / Luca Kiefer im Opel Corsa Rally4 (RC4) vor Fritz Köhler / Petra Hägele im BMW M3, die sich den Klassensieg in der NC1 sicherten.

Schläppi übernimmt die Spitze im Ravenol DRC

Spannung bis auf die letzten Meter: Vor der abschließenden Prüfung lagen Mathias Schläppi / Dominique Juple im Peugeot 208 nur hauchdünne 0,7 Sekunden hinter Kai Otterbach / Jannik Wagner, die im BMW 320is die Klasse NC3 anführten. Die Punkte für den zweiten Platz hätten dem Schweizer nicht gereicht, um die DRC-Führung zu übernehmen. „Da mussten wir noch ein Brikett nachlegen“, erklärte Schläppi anschließend, „aber immer nur dort, wo es ohne zu großes Risiko möglich war.“ Die Abschlussprüfung war ein Rundkurs, „das liegt mir, da profitiere ich von meiner Erfahrung aus 30 Jahren auf der Rundstrecke.“

Im Ziel wurde aus dem hauchdünnen Rückstand ein Vorsprung von 7,4 Sekunden und Rang sieben in der Gesamtwertung. „Wir sind jetzt dort, wo wir stehen wollten: an der DRC-Spitze“, strahlte Schläppi anschließend. „Ein großes Lob an den Veranstalter, das war eine Top-Veranstaltung.“

Niklas Pöttgen, der diesmal nicht am Start war, hat wie Schläppi vier Ergebnisse und liegt nun mit 0,51 Punkten Rückstand auf dem zweiten Platz. Auch in der Sonderwertung Ravenol DRC Trophy powered by Pirelli übernahm Schläppi die Führung vor Pöttgen. Tony Bayer konnte seinen dritten DRC-Rang nicht verteidigen. Nach zwei Top-Fünf-Zeiten „haben wir nach einem Defekt am Kühlerausgleichsbehälter die komplette Flüssigkeit verloren und mussten abstellen.“

Mit den Punkten für den zweiten Platz in der Klasse NC2 schoben sich Kevin Müller / Stefanie Spreitzer in ihrem Toyota GR Yaris auf den dritten DRC-Platz nach vorne. „Die Prüfungen haben uns viel Spaß bereitet, die technischen Bergauf- und Bergab-Passagen sind super anspruchsvoll. Leider gibt es für unseren Toyota mit dem 3-Zylinder-Antriebsaggregat zu viele gerade Stücke. Da kommen wir gegen die BMWs nicht ganz an“, erklärt das Duo. Marcel Wendt / Kay Papenfuß verbesserten sich im Suzuki Swift Sport mit Rang zwei in der NC4 auf den vierten DRC-Platz, gefolgt von Stefan Petto / Marco Cremer im Opel Corsa OPC aus der Klasse NC2.

Jungnickel gewinnet Auftakt zum ADAC Rallye Junior Cup

Den Auftaktlauf des ADAC Rallye Junior Cups entschieden die Brüder Arwed und Aaron Jungnickel (Dresden / Chemnitz) für sich. In identischen Opel Corsa Rally6 hatten sie im Ziel einen Vorsprung von 20,4 Sekunden auf Kurt Escher / Alexander Hirsch (Oldenburg / Tannenberg). Das Podium komplettierten Lukas Meiners / Leon Witte (Elsfleth / Barenburg). „Nachdem wir schon vor der ersten WP durch einen schleichenden Plattfuß einen Reifen wechseln mussten, lief es anschließend richtig gut. Es ist großartig, den ersten Lauf zu gewinnen, aber wie man gesehen hat, schläft die Konkurrenz nicht. Den Schwung nehmen wir mit, aber es ist noch ein langer Weg“, freuten sich die Brüder im Ziel.

Ergebnis Ostalb-Rallye 2026

1Marijan Griebel / Ella KremerSkoda Fabia RS Rally241:31,0
2Dennis Rostek / Stefan KopczykSkoda Fabia RS Rally2+1:27,4
3Lars Stütz / Jana SchreiberBMW M3 E36+2:21,7
4Marc Rettenberger / Luca KieferOpel Corsa Rally4+3:37,3
5Fritz Köhler / Petra HägeleBMW M3 E36+3:43,0
6John Macht / Felix KiesslingMitsubishi Lancer Evo IX+3:45,6
7Mathias Schläppi / Dominique JuplePeugeot 208 R2+4:21,7
8Kai Otterbach / Jannik WagnerBMW 320iS E30+4:29,1
9Kevin Müller / Stefanie SpreitzerToyota GR Yaris+4:44,9
10Robin Bandtel / Max ZieglerBMW M3 E36+4:55,5

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