Elfyn Evans war mit 15,7 Sekunden Vorsprung auf Oliver Solberg in den längsten Tag der Rallye Japan gestartet. Der Schwede erhöhte am Vormittag den Druck und verkürzte den Rückstand bis zur Mittagspause auf 10,6 Sekunden.
Seine Aufholjagd endete jedoch auf der ersten Prüfung der Nachmittagsschleife. Solberg rutschte in einer Linkskurve weit hinaus und traf mit dem rechten Heck seines Toyota GR Yaris Rally1 einen Baum. Durch seinen Ausfall rückte Sebastien Ogier auf Rang zwei vor. Sami Pajari und Takamoto Katsuta komplettierten nach 120,22 WP-Kilometern am Samstag eine Toyota-Vierfachführung.
Ogier war frustriert, selbst nicht näher an Evans herangekommen zu sein. „Das ist nicht das, was wir uns erhofft hatten“, sagte Ogier im Ziel. „Wir sind hierhergekommen, um um den Sieg zu kämpfen, und wir kämpfen nicht. Wir hatten eine ähnliche Rallye wie Elfyn, abgesehen von dieser einen Prüfung. Das war hart, und danach hatte ich nie das Tempo, um zurückzuschlagen.“
Pajari festigte am Nachmittag seinen dritten Platz. Der Finne gewann beide Durchgänge der Zuschauerprüfung Fujioka und war auf Ena 2 Schnellster. Am Ende des Tages lag er 44,4 Sekunden hinter Evans und 26,9 Sekunden vor Katsuta. „Ich bin mit der Nachmittagsschleife insgesamt sehr zufrieden“, sagte Pajari. „Ich hatte gehofft, mehr Tempo zu finden, und genau das ist uns gelungen. Ein paar Prüfungen zu gewinnen, ist in dieser Hinsicht wirklich in Ordnung.“
Adrien Fourmaux beendete den Tag als bester Fahrer des Hyundai-Teams auf Rang fünf, 2:05,2 Minuten hinter der Spitze. Teamkollege Neuville fiel auf Platz sechs zurück, nachdem er den ganzen Tag über mit der Fahrzeugbalance und zeitweise mit Problemen an der Handbremse zu kämpfen hatte.
Hayden Paddon beendete den Tag im dritten Hyundai auf Rang sieben, vor M-Sport-Ford-Pilot Jon Armstrong, der im Verlauf des Tages von wachsendem Vertrauen berichtete. Nikolay Gryazin liegt auf Gesamtrang neun und führt die WRC2 nach einem weiteren engen Duell mit Alejandro Cachon mit 5,7 Sekunden Vorsprung an.
Am Sonntag stehen zum Abschluss sechs Prüfungen auf dem Programm, darunter je zwei Durchgänge über Nukata und Lake Mikawako. Die zweite Passage von Lake Mikawako bildet die abschließende Power Stage.
Zwischenstand nach WP 14 von 20
| 1 | Elfyn Evans / Scott Martin | Toyota GR Yaris Rally1 | 2:32:05.6 |
| 2 | Sebastien Ogier / Vincent Landais | Toyota GR Yaris Rally1 | +17.8 |
| 3 | Sami Pajari / Marko Salminen | Toyota GR Yaris Rally1 | +44.4 |
| 4 | Takamoto Katsuta / Aaron Johnston | Toyota GR Yaris Rally1 | +1:11.3 |
| 5 | Adrien Fourmaux / Alexandre Coria | Hyundai i20 N Rally1 | +2:05.2 |
| 6 | Thierry Neuville / Martijn Wydaeghe | Hyundai i20 N Rally1 | +2:17.0 |
| 7 | Hayden Paddon / John Kennard | Hyundai i20 N Rally1 | +3:41.8 |
| 8 | Jon Armstrong / Shane Byrne | Ford Puma Rally1 | +4:33.7 |
| 9 | Nikolay Gryazin / Konstantin Aleksandrov | Lancia Ypsilon Rally2 HF Integrale | +7:17.7 |
| 10 | Alejandro Cachón / Borja Rozada | Toyota GR Yaris Rally2 | +7:23.4 |

