Diese Zusage braucht M-Sport für die WRC 2022

Ab 2022 sollen die World Rally Cars mit einem Hybrid-Antrieb ausgerüstet werden. Die letzten Feinheiten des Reglements werden gerade noch ausgehandelt, doch für M-Sport geht es daneben um einen wichtigen Baustein.

7. Juli 2020

Michael Heimrich

Diese Zusage braucht M-Sport für die WRC 2022

Seit Jahren kämpft M-Sport ohne echte Herstellerunterstützung gegen die Werksteams. Zwar erhält man von Ford in einigen Bereichen technische Hilfe, doch finanziell ist die Truppe von Malcolm Wilson alles andere als auf Rosen gebettet. Entsprechend hart traf M-Sport die Corona-Krise, denn ohne Kundensport fehlen die Einnahmen und die Aussichten versprechen vorerst keine große Besserung.

In dieser schwierigen Phase muss Malcolm Wilson die Entscheidung treffen, ob er die Einschreibung für die WRC 2022 unterzeichnet. Die FIA wünscht in den kommenden Wochen Klarheit zu haben, welche Hersteller künftig vertreten sind.

M-Sport will und muss Autos verkaufen

Um M-Sport die Entscheidung zu erleichtern und weil auch die anderen Werksteams durch die Corona-Folgen mit erheblichen Budget-Kürzungen rechnen, sollen die World Rally Cars (oder im neuen Regel-Jargon „Rally1“) genannten Autos künftig auch wieder in regionalen und nationalen Meisterschaften eingesetzt werden dürfen. Die Teams sollen so die Chance haben, über Stückzahlen und dem Teileverkauf einen Teil ihrer Kosten zu decken.

Wilson will diesen Hoffnungsschimmer nun in Stein gemeißelt sehen: „Wir müssen die Zusage haben, dass diese Autos weltweit in jeder Meisterschaft eingesetzt werden können.“

Mit Einführung der 2017er Autos verfügte die FIA, dass die schnellsten Rallyefahrzeuge aller Zeiten nur noch in der Rallye-Weltmeisterschaft eingesetzt werden können. Für M-Sport ein herber Einschnitt.

„Davor haben wir zwischen acht und 14 WRC jedes Jahr verkauft“, so Wilson. Sollte die FIA nicht davon abrücken ist für den Briten klar: „Die letzten Jahre waren für uns finanziell sehr, sehr schwierig und wir können so nicht weitermachen. Wir wollen auch so nicht weitermachen.“

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