Die „Straßenkehrer“ von Volkswagen

Erstmals in dieser Saison geht es auf Schotter und im Volkswagen-Team rüstet man sich für die Rolle als Straßenkehrer. Entsprechend ihrer guten Platzierung in der WM-Wertung müssen Jari-Matti Latvala, Sebastien Ogier und Andreas Mikkelsen früh ran.

28. Februar 2014

Michael Heimrich

Die „Straßenkehrer“ von Volkswagen

Jari-Matti Latvala führt die Weltmeisterschaft aktuell an. Titelträger Sebastien Ogier ist Zweiter und Andreas Mikkelsen belegt den vierten Rang. Was auf dem Papier toll aussieht, entpuppt sich als schlechte Ausgangslage für die Rallye Mexiko, dem ersten Schotterlauf der Saison. Da es kein Qualifying mehr gibt, wird entsprechend der WM-Platzierung gestartet. Wer vorne liegt, muss früh ran und hat die Ehre, die Strecke zu eröffnen. Damit spielt man jedoch auch die Rolle des „Straßenkehrers“ von León und fegt die Wertungsprüfungen für die Nachfolgenden vom losen Schotter frei – grundsätzlich Gift für gute WP-Zeiten.

„Die Regeln sind, wie sie sind. Die Freude, als WM-Führender nach Mexiko zu reisen, überwiegt auf jeden Fall“, sagt Latvala. „Ich nehme es sportlich und werde das Beste aus den Gegebenheiten machen. Wenn alles perfekt läuft, ist sogar ein Sieg möglich, aber das ist nicht mein Hauptziel. Wir wollen wenigstens Punkte holen. Eine Podiumsplatzierung wäre schon super.“

Um den Sieg fahren will natürlich Weltmeister Ogier. „Wir starten als Zweite mit dem Wissen, dass die Straßenverhältnisse mit jedem Auto besser werden. Meine Ausgangssituation ist mit Sicherheit besser als die meines Teamkollegen Jari-Matti Latvala, aber die Jungs hinter uns werden noch bessere Bedingungen haben. Wir werden also am ersten Tag das Maximum herausholen müssen, um nicht früh alle Chancen einzubüßen.“

Für Andreas Mikkelsen ist Mexiko Neuland. Noch nie startete der Norweger hier im Wettbewerb. „Immerhin konnte ich im vergangenen Jahr an der ‚Recce‘ teilnehmen und somit erste Eindrücke sammeln“, meinte der Norweger. „Mein Ziel sind die Top Fünf. Ich bin jedenfalls körperlich und mental frisch für das Rallye-Wochenende. Nach Schweden war ich zu Hause bei meiner Familie und meinen Freunden, außerdem habe ich noch einen Wochenend-Trip nach New York unternommen, um ein bisschen zu entspannen. Jetzt kann’s losgehen.“

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