Citroën: Der Toyota-Heckflügel brachte einen Vorteil

Auch am Vorabend der Rallye Deutschland gab es Diskussionen über den Heckflügel des Toyota Yaris WRC. Citroën war der Verstoß gegen das Reglement aufgefallen, weil man sich an der Entwicklung der Konkurrenz orientierte.

22. August 2019

Michael Heimrich

In Finnland tat man noch geheimnisvoll, doch in Deutschland plauderte Citroën-Teamchef Pierre Budar ganz offen über die von ihm angestoßene Diskussion bezüglich des Toyota-Heckflügels. „Wir haben die Homologationen der anderen Fahrzeuge überprüft und festgestellt, dass es in diesem Punkt Unstimmigkeiten mit dem Reglement gibt“, erklärte der Franzose.

Seinen Technikern war aufgefallen, dass der Heckflügel des Toyota Yaris WRC um 30 mm zu weit nach hinten ragte. Die FIA hatte das Auto dennoch homologiert und versuchte nach Bekanntwerden dieses Fehlers die Wogen zu glätten. Man werde das Reglement in diesem Punkt klarer formulieren, hieß es vom Weltverband und verlangte von Toyota, bis zur Rallye Türkei nachzubessern.

Doch so lange wollte das Team rund um Tommi Mäkinen nicht warten, zu groß ist offenbar die Angst vor einem Gesichtsverlust. Bereits in Deutschland wurde der gewaltige Flügel neu positioniert, bevor man zum nächsten Lauf einen neuen Spoiler einsetzen wird.

Citroën wollte es Toyota nachmachen

Wie groß der Vorteil durch die bisherige Anordnung war, weiß nur Toyota. Dass es einen Vorteil gab, weiß Citroën spätestens seit man bei Testfahrten ebenfalls einen größeren Heckspoiler montierte und ihn so platzierte, wie es Toyota tat. „Wir haben die Art und Weise des Flügels an unserem Auto ausprobiert – schließlich wurde er ja so erlaubt – und ich kann sagen, dass es besser funktionierte“, erklärte Budar.

Er glaubt nicht daran, dass es nun zu großen Verschiebungen im Kräfteverhältnis der Teams kommt. „Der Toyota funktioniert ja nicht nur wegen eines Bauteils gut, da gibt es offensichtlich viele Dinge. Man sollte also keinen großen Unterschied erwarten“, meinte Budar, der von der FIA fordert, künftig genauer hinzuschauen. „Alle Hersteller sollten nach den gleichen Regeln spielen, damit jeder die gleichen Erfolgschancen hat.“

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