WRC-Titelkampf

Citroën bringt neue Aerodynamik erst 2020

Seit einem Jahr tüftelt Citroën an einer neuen Aerodynamik für den C3 WRC. Sie könnte ein entscheidender Faktor im Titelkampf sein. Doch nun wurde der erste Einsatz erneut verschoben.

Noch zwei Läufe stehen auf dem Programm der diesjährigen Rallye-Weltmeisterschaft und Titelverteidiger Sebastien Ogier befindet sich in der für ihn ungewohnten Außenseiterrolle. Der Franzose liegt 28 Punkte hinter Spitzenreiter (Ott Tänak) und die anstehende Rallye Spanien könnte bereits für eine Vorentscheidung sorgen. „Ich will dort möglichst viele Punkte holen“ sagte Ogier. „Wir haben auch gar keine andere Wahl, wenn wir unsere Titelhoffnungen wahren wollen.“

Bei den viertägigen Testfahrten mit dem C3 WRC in Katalonien kam auch die neue Aerodynamik zum Einsatz, an der Citroën seit geraumer Zeit arbeitet. Mehr Spoiler an der Front und ein völlig neues Leitwerk am Heck sollen dem Auto mehr Abtrieb verschaffen. Unter dem Blechkleid soll die in Finnland präsentierte neue Vorderachsgeometrie nach Veränderungen an den Dämpfern und Differenzialen nun auch auf Asphalt funktionieren.

„Alles zusammen hat geholfen, das Problem mit dem Untersteuern zu beheben“, verrät Technikchef Olivier Maroselli. Für Ogier ein Hoffnungsschimmer mit Abstrichen, denn nach den Testfahrten wurde entschieden, dass die neue Aerodynamik erst bei der Rallye Monte Carlo kommen wird.

Dennoch herrscht in Frankreich Zuversicht „Wir haben uns sehr ernsthaft vorbereitet, viel Detailarbeit geleistet und sind noch motivierter als zuvor“, so Teamchef Pierre Budar und spielt auf die Feineinstellung von Differenzialen, Fahrwerksgeometrie und Stoßdämpfern an. „Damit sollten wir wettbewerbsfähiger sein, als wir es bei den letzten Asphalt-Rallyes waren“, hofft auch Ogiers Teamkollege Esapekka Lappi.

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