Al-Attiyah überrascht Volkswagen

Nasser Al-Attiyah träumt von einem Einsatz im Polo R WRC und führt nach eigener Aussage bereits Verhandlungen mit Volkswagen Motorsport. In Hannover ist man überrascht.

11. Mai 2016

Michael Heimrich

Al-Attiyah überrascht Volkswagen

Den Titel in der WRC2 wird Nasser Al-Attiyah in diesem Jahr nicht verteidigen. Auf Anweisung des Königshauses soll sich der Katari auf die Olympischen Spiele konzentrieren und als Sportschütze sein Land erfolgreich präsentieren. Al-Attiyah kann dennoch nicht ganz vom Rallyesport lassen und greift wie gewohnt in der Meisterschaft des Mittleren Ostens (MERC) an. 

Wenn Olympia vorbei ist, will Al-Attiyah in der Rallye-Weltmeisterschaft wieder voll durchstarten und hat dafür große Pläne. Nach eigener Aussage verhandelt er mit Volkswagen Motorsport über sechs Einsätze in einem Polo R WRC. Ab der Rallye Deutschland sieht sich der 45-jährige als Teamkollege von Andreas Mikkelsen in einem vierten VW.

In Hannover ist man überrascht. Ein weiteres Auto für Al-Attiyah an den Start zu bringen ist nicht angedacht. „Unsere Planungen für die WRC-Saison 2016 sehen nach wie vor die drei Polo R WRC für Sebastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen vor. Es ist nicht vorgesehen, dass wir darüber hinaus Fahrzeuge bei WM-Läufen einsetzen“, so Sportchef Jost Capito.

Trotz der Absage aus Hannover kommt für Al-Attiyah ein Ausweichen in die diesjährige WRC2 nicht in Frage. Er will stattdessen sein Budget schonen, um 2017 wieder voll anzugreifen. Vielleicht bekommt Al-Attiyah nach einem erfolgreichen Olympia-Auftritt doch mehr Rückendeckung aus der Herrscherfamilie und die erhofften WRC-Einsätze als Belohnung überreicht. Ein Anruf in Wolfsburg dürfte genügen, schließlich ist Katar mit 17% drittgrößter Aktionär bei Volkswagen.

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