ÖRM 2014

Mundl: "Man sollte froh sein, dass ich da bin"

Erneut war Raimund Baumschlager bester Österreicher bei einer großen internationalen Rallye. Der 54-jährige denkt noch lange nicht ans Aufhören und will der Jugend die Messlatte weiterhin möglichst hoch legen.

<strong>GUT DRAUF:</strong> Raimund Baumschlager sichert sich beim Saisonstart wichtige Punkte für die Meisterschaft

Ex-Weltmeister Marcus Grönholm sparte nicht mit Lob. „Ich habe dich auf der ersten Sonderprüfung gesehen, wie du mit dem Auto fährst, das ist schon große Klasse“, klopfte der Finne auf die Schultern von Raimund Baumschlager. „Für einen 54-jährigen bist du noch verdammt schnell.“

 

In der Tat war Baumschlager einmal mehr bester Österreicher im stark besetzten Feld der Jänner-Rallye und belegte den dritten Gesamtrang. „Damit haben wir das Maximum erreicht, realistisch gesehen war nicht mehr drin“, sagte der Skoda-Pilot, der sich am zweiten Tag bewusst zurückhielt. „Ich versuchte mit den beiden an der Spitze mitzufahren, habe aber bald gesehen, dass es nicht geht und dann verzichtete ich auf übertriebenes Risiko. Bei schwierigsten Verhältnissen habe ich am Anfang der Rallye und auch am Schluss gezeigt, dass Speed und Einsatzwille noch immer da sind.  Es war ein sehr guter Start in die neue Saison.“

 

Mit seiner Leistung beim Saisonauftakt hat Baumschlager seine Titelambitionen noch einmal deutlich unterstrichen. Gelingt es ihm erneut die Meisterschaft zu gewinnen, wäre er neuer Rekordhalter in Österreich. Ein Grund zum Aufhören ist das aber nicht.

 

„Ich will noch mindestens zehn Jahre weiterfahren“, sagte Baumschlager. „Viele junge Fahrer aus Österreich sagen mir, dass ich aufhören soll. Aber ich sage ihnen, dass sie glücklich sein sollten, dass ich hier bin, denn so haben sie eine Messlatte. Sie sollten versuchen mich zu besiegen und nicht zum Aufhören zu bewegen. Ich habe immer noch Spaß und bin bereit, Risiken einzugehen. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch machen kann, es wird davon abhängen, wie lange ich noch gute Augen besitze, denn das ist sehr wichtig. Die Gesundheit ist der ausschlaggebende Punkt für mein Karriereende, denn meine Sponsoren werden mit mir weitermachen, solange ich weitermache. Das haben sie mir versprochen.“

 

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