„Zweiter Platz ist wie ein Sieg“

Am Ende waren es zehn Sekunden, die Raimund Baumschlager zum dritten Saisonsieg fehlten. Andererseits konnte er im Finnish Andreas Waldherr Paroli bieten.

10. Mai 2004

Michael Heimrich

Die Italiener Claudio De Cecco/Jean Campais gewannen vor 30.000 Zuschauern auf einem Peugeot 206 WRC die Dunlop-Pyhrn-Eisenwurzen-Rallye im Raum Kirchdorf/Kremsmünster vor Raimund Baumschlager/Klaus Wicha im BRR-Mitsubishi Evo V und Andreas Waldherr/Richard Jeitler im VW Golf IV KitCar. Dem Remus-Piloten fehlten am Ende 10 Sekunden zum dritten Saisonsieg, andrerseits lag der Oberösterreicher nur 3,7 Sekunden vor seinem härtesten österreichischen Konkurrenten, den er erst mit Bestzeiten auf den letzten Kilometern niederringen konnte.

?Der zweite Platz ist für mich wie ein Sieg, denn es war ein Schritt in Richtung Meisterschaft. Die Siege bei der IQ-Jänner-Rallye und bei der Pirelli-Lavanttal-Rallye waren leichter zu holen als der zweite Rang hier. Soviel riskiert habe ich zuletzt im Focus-WRC?, sagte Baumschlager, der nach einem verpatzten ersten Tag (?da hab ich einige Fehler gemacht?) eine seiner stärksten Leistungen in der T-Mobile-Meisterschaft bot. Co Klaus Wicha bestätigte: ?Das waren mehr als 100 Prozent.?

Mario Saibel, zweiter Gruppe-A-Fahrer im Remus-Racing-Team, verfehlte mit neuem Beifahrer Mario Süss im zweiten BRR-Mitsubishi Evo V das selbst gesteckte Ziel, den ersten Top-ten-Platz um 13 Sekunden. Trotzdem war er sehr zufrieden: „Ich fahre in der Lernphase auf Sparflamme, bin mit einem Satz Reifen ausgekommen und hab auch nur Tankstellen-Benzin verwendet. Auch den eingeplanten Seitenspiegel hab ich nicht zerstört. Sobald ich merke, dass mehr geht, investiere ich auch mehr.“

Enttäuscht war hingegen Junior Marcus Leeb, dem wieder Getriebe- und Kupplungs-Probleme das Leben im Citroen Saxo schwer machten. ?Ich habe mich zum zweiten Platz in der Klasse hin-gezittert. Die Punkte waren unheimlich wichtig, denn in der Junior-Meisterschaft bin ich als Dritter mit vier Zählern Rückstand weiter im Rennen?, sah der 22-jährige Kärntner den 3. Meisterschafts-lauf aber auch positiv. Da die Bosch-Rallye in 14 Tagen in der Steiermark nicht gerade zu seinen Lieblings-Veranstaltungen zählt, hat Leeb nur einen Wunsch: ?Ich wünsche mir nur eine Rallye ohne technische Probleme.?

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