„Zeit der Geschenke ist vorbei“

Der heftige Abflug bei der Bosch-Rallye ist verdaut, Andreas Aigner will im Titelkampf wieder ein gehöriges Wort mitreden.

2. Juni 2010

Michael Heimrich

So groß der Schock nach dem Unfall von Andreas Aigner bei der Bosch Super plus Rallye auch war, so schnell hat sich das Team MCC davon erholt: Der Mitsubishi Lancer Evo X von Aigner wurde von den Mechanikern und Ingenieuren des Teams in wenigen Tagen komplett wiederhergestellt und Andreas Aigner selbst begann bereits wenige Tage nach dem Crash mit leichtem Training. Jetzt, wenige Tage vor dem Start zum dritten Lauf der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft, der Castrol Judenburg Pölstal Rallye, ist der Nummer-1-Pilot wie auch das Team nicht nur völlig fit, sondern auch voll motiviert.

„Die Zeit der Geschenke ist vorbei“, wiederholt der PWRC-Weltmeister des Jahres 2008 seine Ansage von der Pressekonferenz: „Wir sind top motiviert und hoffen, dass die Zeitabstände etwas geringer sind als noch bei der Bosch Rallye, damit wir richtig Druck machen können“, so Aigner, der vor der Rallye noch einen kleinen Shakedown bestreiten wird: „Es ist wichtig, dass Dani (Co-Pilotin Daniela Weissengruber, Anm.) und ich noch einmal ein paar Meter machen. Das gibt zusätzliche Sicherheit, wenn wir dann nach Judenburg fahren und den Schrieb erstellen.“ Auf die Frage, ob ihm die Rallye in der Steiermark liegt und welche Erwartungen er für die möglicherweise vorentscheidende Rallye hat, gibt sich Aigner selbstbewusst: „Grundsätzlich liegt mir jede Rallye, auch wenn ich diese so gut wie gar nicht kenne, außer vom Zuschauen. Aber selbst da schauen die Kurven hinter dem Lenkrad immer anders aus. Von der Streckencharakteristik her und was man in den Vorjahren gesehen hat, müsste es mit unserem Mitsubishi Lancer Evo X etwas leichter sein, an die S2000 heranzufahren. Aber ich betone noch einmal: Wenn der Raimund mit seinem überlegenen Auto keinen Fehler macht, wird es erneut ganz schwierig!“

Ins selbe Horn stößt Teamchef Mario Saibel, der in Judenburg natürlich auch in einem Mitsubishi Lancer Evo X an den Start gehen wird: „Klar, ich fühle mich bei dieser Rallye sehr wohl, bin dort schon einmal in Führung gelegen und war immer ganz gut dabei. Aber gegen die technisch überlegene Konkurrenz ist und bleibt es schwierig. Aber wir wollen nicht jammern, das Team hat toll gearbeitet, die Autos für den Andi, den Jörg und mich sind perfekt vorbereitet, ebenso das gesamte Team.“ Die einzige Ungewissheit ist für Mario Saibel der eigene Zeitplan: „Um diese Jahreszeit habe ich immer extrem viel Arbeit und ich kann erst am Mittwoch Richtung Judenburg aufbrechen. Da muss ich dazuschauen, dass ich schnell von „Arbeit“ auf „Rallye“ umschalten und dann mit meiner Co-Pilotin Ursula Mayrhofer voll angreifen kann!“

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