Corona-Krise

Warum die Grabfeld-Rallye nicht in den Herbst wechselte

Auch die Grabfeld-Rallye wird in diesem Jahr wegen der Beschränkungen durch die Corona-Krise nicht stattfinden. Ein Ausweichtermin im Herbst stand nicht zur Debatte.

Seit 1994 fand die Grabfeld-Rallye ununterbochen statt, doch die Corona-Krise zwingt auch sie in die Zwangspause. „Der Virus hat eben auch hier alles restlos über den Haufen geworfen, einschließlich unseres tollen Streckenkonzeptes und unserer Planungen für dieses Jahr. Aber aufgeschoben ist ja bekanntlich noch lange nicht aufgehoben“, so Rallye-Leiter Bernd Menzel.

Eine Terminverschiebung in den Herbst 2020, wie es manch anderer Veranstalter derzeit plant, ist für Menzel und sein Team keine Alternative gewesen: „Im Herbst gibt es viele renommierte Rallyes, deren jeweilige, angestammte Termine zu dieser Zeit oftmals schon über viele Jahre gesetzt sind. Auf diese Termine wollen wir unsere Rallye nicht verschieben, schließlich sind wir auch froh, dass diese Veranstalter unseren Stammtermin im Sommer nicht für sich beanspruchen.“

Grabfeld-Rallye baut auf Sommerfest

Die Szene erwartet einen heißen Herbst, wenn viele Veranstaltungen nachgeholt werden sollen. „Das wir jetzt auch noch auf einen dieser Termin zu setzen, ist aus unserer Sicht vollkommen unsinnig und sehr kontraproduktiv“, so Menzel. „Daneben ist unser gesamtes Veranstaltungskonzept mit Zeltbetrieb und Camping auf den Wiesen rund um unser Rallyezentrum auf sommerliches Wetter ausgelegt. Im Herbst ist unser Konzept so nicht umsetzbar, die Wiesen sind feucht und es kann gut möglich sein, dass diese gar nicht befahren werden können.“

Weiterhin keine Planungssicherheit

Die Absage des Oktoberfestes deutete bereits an, dass es auch nach Lockerung der aktuellen Maßnahmen schwierig werden wird, Großveranstaltungen durchzuführen. Im Grabfeld rechnet man ebenfalls mit weiter geltenden Einschränkungen für Veranstalter. „Wir glauben auch nicht mehr daran, dass es in diesem Jahr noch eine großartige Änderung oder gar Lockerung der aktuellen Verbots- und Beschränkungssituation in Bayern von Seiten der Politik geben wird. Eine Planungssicherheit, wie sie für eine Großveranstaltung nötig ist, sehen wir auch in ein paar Monaten noch nicht gegeben und wir stünden am selben Punkt wie jetzt“, so Menzel.

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