Nationale Szene

Grabfeld-Rallye ohne Glanz

Nur 38 Teams stehen auf der Nennliste der Grabfeld-Rallye, die am kommenden Samstag rund um Sulzdorf an der Lederhecke stattfindet.

Vor einem Jahr hat sich der Grabfeld-Veranstalter vom DMSB getrennt, die 2018er Ausgabe lief ohne Genehmigung des DMSB – mit Folgen: Während die DMSB-Lizenzfahrer sehr milde davon kamen, nämlich mit einer Verwarnung und der Androhung einer saftigen Geldstrafe bei Wiederholung, hat der DMSB den Rallyeleiter und vier weitere Offizielle mit lebenslänglicher Sperre belegt.

Das hat den Abstieg der einstigen Top-Veranstaltung weiter beschleunigt. Die 20. Grabfeld-Rallye im Jahr 2013 brach alle Rekorde mit 257 Nennungen und 228 Startern. Danach ging es stetig bergab: 212, 186, 181 und 127 Starter im Jahr 2017. Ohne DMSB-Segen wagten sich 2018 nur 96 Starter nach Sulzdorf.

Starterfeld deutlich kleiner

Jetzt reduziert sich das Feld auf die übrig gebliebenen Gruppe-H-Fahrer und je eine Handvoll Oldies und Neulinge. Und Raphael Ramonat, der bei der Grabfeld-Rallye die einzige Startmöglichkeit für seinen Ford-Fiesta-Prototyp mit Mitsubishi-Mechanik nutzt. Die anderen Favoriten sind ehemalige Gruppe-H-Piloten: Vorjahressieger Michael Rausch im Ascona, seine hessischen Landsleute Marco Koch und Norbert Moufang im Kadett sowie der Franke Nicolas Hässler im Porsche 911. Zu den aktuell 38 Startern könnte noch der eine oder andere Fahrer dazu kommen, der Veranstalter verlegte kurzfristig den Nennschluss auf Freitag um 22 Uhr.

Die 26. Grabfeld-Rallye soll über 12 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 95 Kilometern führen. Dreh- und Angelpunkt ist der Sportplatz in Sulzdorf (Navi: 97528 Sulzdorf, Am Felsenkeller); dort startet das erste Fahrzeug um 11:10 Uhr und wird gegen 18:10 Uhr das Ziel erreichen. Mehr unter www.grabfeldrallye.de

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