Eisenacher bekommen Quittung

Die Entscheidung pro DRS hat für den MC Eisenach ein Nachspiel. Der ADAC kündigte an, die Traditionsveranstaltung nicht mehr zu unterstützen.

15. Dezember 2010

Michael Heimrich

„Die fehlende Berücksichtigung der Rallye Wartburg im Rallyekalender der DRM enttäuscht mich weniger als die Tatsache, dass ein wirksames Aufeinander zugehen der beiden Automobilclubs AvD und ADAC nicht gelungen ist“, erklärt Thomas Gimm, Pressesprecher des MC Eisenach.

Der Eisenacher ist von den aktuellen Entwicklungen ebenso enttäuscht wie die zahlreichen Motorsportfans in der gesamten Bundesrepublik. Gimm hält besonders die Außenwirkung der aktuellen Entwicklungen für problematisch: „Die regionale Schwerpunkte der bundesweiten Meisterschaft sollten alle Beteiligten nachdenklich stimmen. Wir können es doch nicht zulassen, dass sich eine DRM ohne einen Wertungslauf im rallyeverrückten Osten etabliert“, so Gimm weiter.

Die Organisatoren der Rallye Wartburg wollten in der aktuellen Saison einen Testlauf starten. „Unser Ziel war es, den Startern beide Prädikate anzubieten, um somit den zahlreichen Motorsportfans ein möglichst großes Starterfeld präsentieren zu können“, so Gimm. „Die 52. Auflage der Rallye Wartburg wollten wir nutzen, um langfristig entscheiden zu können, ob eine gemeinsame Organisation von DRM und DRS mit unseren personellen und finanziellen Ressourcen überhaupt möglich ist.“

Doch mit den aktuellen Entwicklungen dürften derartige Überlegungen überflüssig werden. Nicht nur, dass der Rallye Wartburg des DRM-Prädikat verwehrt bleibt, die Loyalität gegenüber der Deutschen Rallye Serie (DRS) hat für den MC Eisenach auch finanzielle Konsequenzen. „Der ADAC hat uns benachrichtigt, dass wir zukünftig keine Unterstützung erhalten werden“, erläutert der Pressesprecher. „Dementsprechend machen wir uns derzeit intensiv Gedanken, wie wir langfristig eine finanzielle Unabhängigkeit erreichen können, um unser Engagement auch in Zukunft fortsetzen zu können.“

Der MC Eisenach hatte sich in den vergangenen fünf Jahren jeweils um das höchste Prädikat im Deutschen Rallyesport beworben. „Das Ergebnis war stets konstant. Jedes Jahr erhielten wir eine Ablehnung, nur die Gründe variierten“, informiert Gimm. Im Jahr 2008 hatte der MC Eisenach die größte Herausforderung zu meistern. „Eigentlich waren wir ohne Prädikate, doch dank der Unterstützung durch den AvD konnten wir unseren Zuschauern eine Veranstaltung innerhalb der DRS bieten“, informiert Gimm und ergänzt: „Es ist für uns als Verein eine Frage des Anstandes, dass man eine derartigen Partnerschaft festhält“.

Aktuelle Schlagzeilen

Schotter-Cup

Video: Roland-Rallye 2026

19. April 2026

Ravenol Deutscher Rallye Cup

Ostalb-Rallye: Griebel ohne Konkurrenz

19. April 2026

Histo-Highlight

Eifel Rallye Festival: Gipfeltreffen der Gruppe-B-Boliden

19. April 2026

Rally Islas Canarias

Neuville: „Wollen alle wieder stolz machen“

18. April 2026

Histo-EM

François Delecour begeistert vom Peugeot 306 Maxi

18. April 2026

Entwicklung WRC 2027

Tänak kehrt als Toyota-Testfahrer zurück

17. April 2026

Alle Schlagzeilen

Anmelden

Registrieren

Passwort zurücksetzen

Bitte gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse an. Du erhältst anschließend einen Link zur Erstellung eines neuen Passworts per E-Mail.

Der Upload läuft... bitte lassen Sie dieses Fenster geöffnet.