Duell der Hecktriebler

Bei der Rallye Baden-Württemberg dürfen sich die Zuschauer erneut auf ein Duell der Hecktriebler Uwe Nittel und Anton Werner freuen.

19. Juni 2008

Michael Heimrich

Normalerweise beherrschen die Allradler die Szene, doch Wie im vergangenen Jahr streiten sich auch diesmal Uwe Nittel und Anton Werner auf den acht selektiven Wertungsprüfungen rund um Geislingen an der Steige um die begehrte Siegertrophäe.

Vorjahres-Gewinner Uwe Nittel will im neu aufgebauten Fricker-Mercedes 190E 2.5-16 natürlich seinen letztjährigen Erfolg wiederholen: „Für mich zählt nur der Sieg, alles andere wäre gelogen“, erklärt der 39-Jährige Gruppe N-Vizeweltmeister von 1996 ohne Umschweife. Der Publikumsliebling aus Adelmannsfelden trifft allerdings auf einen Gegner, der aus dem letzten Jahr noch eine Rechnung offen hat und nur darauf wartet, Uwe Nittel vom Thron zu stoßen.

Nach dem Unfall bei der Rallye Vogelsberg, wo Anton Werner seinen neuen 2008er Porsche GT3 als Totalschaden abschreiben musste, tritt der Bayer in Baden-Württemberg mit seinem Vorjahres GT3 an. Der in Altfraunhofen beheimatete Rallyefahrer wird wie im vergangenen Jahr versuchen, Uwe Nittel möglichst viele WP-Bestzeiten abzujagen. Damals konnte der Mercedes-Fahrer den Porsche-Piloten allerdings mit 27,3 Sekunden Rückstand erstaunlich klar auf Platz zwei verweisen.

Damit sich dies heuer nicht wiederholt, hofft Anton Werner bei der diesjährigen Streckenführung auf möglichst viele High-Speed-Passagen, auf denen er die Höchstgeschwindigkeit seines Porsche von rund 240 km/h voll ausnutzen kann. Der leicht gestiegene Schotteranteil der Veranstaltung könnte Anton Werner´s Chancen auf den Gesamtsieg ebenfalls erhöhen: „Aufgrund der Gewichtsverteilung kommen wir mit der Kombination Heckmotor und Heckantrieb auf Schotter besser aus den Ecken, als Nittel in seinem Mercedes mit Frontmotor und Heckantrieb. Uwe Nittel kann dies nur bestätigen: „Jeder Meter Schotter ist für uns pures Gift“.

Sollten die beiden Top-Favoriten jedoch Schwächen zeigen, könnte Maik Stölzel im Skoda Octavia WRC der lachende Dritte sein. Der Allrad-Pilot zeigte schon im vergangenen Jahr mit Platz drei im Gesamtklassement eine eindrucksvolle Leistung und meldet auch diesmal Ansprüche auf einen Podestplatz an: „Im letzten Jahr waren wir für die schnellen Wertungsprüfungen viel zu kurz übersetzt. Diesmal sollte mit der längeren Übersetzung mehr möglich sein“, hofft der Zwickauer auf eine Resultatsverbesserung. An den Gesamtsieg glaubt er allerdings nicht. „Uwe Nittel ist bei seiner Heim-Rallye eine feste Bank, die schwer zu knacken ist“, sagt Maik Stölzel.

Weitere Informationen unter: www.rallye-baden-wuerttemberg.de

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