Mit dem Peaq zielt Skoda auf ein Segment, in dem inzwischen zahlreiche elektrische SUV aus Korea, Japan und China antreten. Der neue Stromer soll klassische Markentugenden wie Platzangebot, Alltagstauglichkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis mit einem gehobenen Komfortanspruch verbinden. Der Einstiegspreis liegt bei 49.900 Euro. Überraschend ist allerdings, dass Skoda bereits die Basisversion mit einem vergleichsweise kleinen 63-kWh-Akku anbietet und technisch weiter auf die bekannte MEB-Plattform setzt. Eine 800-Volt-Architektur gibt es nicht.
Skoda-Chef Klaus Zellmer bezeichnet den Peaq als neues Markenflaggschiff. Das 4,87 Meter lange Modell solle zeigen, wohin sich Skoda künftig entwickle, zugleich aber jene Eigenschaften bewahren, für die die Marke bei vielen Kunden steht: viel Raum, praktische Lösungen und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.
Angeboten wird der Peaq mit zwei Batteriekapazitäten. Neben dem 63-kWh-Akku steht ein größeres Batteriepaket mit 91 kWh zur Wahl. Die Basisversion Peaq 60 treibt die Hinterachse mit 204 PS und 350 Nm an. Der Verbrauch liegt bei 14,9 kWh pro 100 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 160 km/h begrenzt.
Für viele Kunden dürften die Varianten mit dem größeren Akku interessanter sein. Der heckgetriebene Peaq 90 leistet 286 PS und 545 Nm. Damit liegt er nur knapp unter der Allradversion Peaq 90x, die auf 299 PS kommt. Deren Verbrauch gibt Skoda mit 16,0 kWh pro 100 Kilometer an, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Die maximale Reichweite beträgt bis zu 640 Kilometer. Eine stärkere RS-Version dürfte später folgen.
MEB-Baukasten als Schwachpunkt
Beim Laden zeigt sich die technische Nähe zum MEB-Baukasten. Da der Peaq ohne 800-Volt-Technik auskommen muss, dauert der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent bei beiden Batteriegrößen fast eine halbe Stunde. Die maximale Ladeleistung bleibt unter 200 kW. Je nach Ausführung fährt der Peaq auf Rädern im Format von 19 bis 21 Zoll. Optional bietet Skoda eine elektronische Dämpferregelung an, die den Spagat zwischen Reisekomfort und strafferer Abstimmung vergrößern soll.
Im Innenraum nutzt der Peaq seinen Radstand von 2,97 Metern für ein großzügiges Platzangebot. Bis zu sieben Personen können mitfahren, wobei vor allem die erste und zweite Reihe auf Komfort ausgelegt sind. Das Cockpit wirkt bewusst reduziert. Eine kleine Instrumenteneinheit, ein Head-up-Display und ein 13,6 Zoll großer Zentralbildschirm prägen den Fahrerplatz. Dazu kommen physische Tasten für die Klimatisierung, zwei induktive Smartphone-Ladeschalen und eine dezente Ambientebeleuchtung.
Für den Klang im Innenraum sorgt auf Wunsch ein Soundsystem mit bis zu 16 Lautsprechern und 755 Watt Leistung. Das 2,1 Quadratmeter große Panoramadach bringt viel Licht in den Innenraum. Eine klassische Jalousie gibt es allerdings nicht. Stattdessen lässt sich das Glas elektrochrom verdunkeln.
Auch beim Nutzwert bleibt Skoda seiner Linie treu. Das Ladevolumen beträgt 935 Liter. Hinzu kommt ein Frunk mit 37 Litern Stauraum. Die Allradversion Peaq 90x darf bis zu 2.000 Kilogramm ziehen. Damit soll der neue Elektro-Crossover nicht nur als komfortables Familienauto, sondern auch als vollwertiges Reisefahrzeug funktionieren.
