Wiegand bleibt im Rennen

Die harten Schotterprüfungen Zyperns fordern ihren Tribut: Sepp Wiegand und Co Timo Gottschalk fallen zwar nach Spurstangenbruch auf Platz zwölf zurück, sind aber nach erfolgreicher Reparatur weiterhin im Rennen und wollen am Sonntag erneut starten.

3. November 2012

Michael Heimrich

„Etwa sechs Kilometer vor Ende der Prüfung knackte es beim Anbremsen einer Linkskurve und das Auto fuhr trotz eingeschlagener Lenkung geradeaus“, gibt Sepp Wiegand nach seinem Ausfall auf der letzten Prüfung des Tages enttäuscht zu Protokoll. Bis dahin lag das Team von Skoda Deutschland auf einem hervorragenden dritten Platz.

Bereits während der kurzen Auftaktprüfung im Zentrum von Pafos gab es am Freitagabend eine kleine Schrecksekunde für Wiegand: Unmittelbar vor ihm ergoss einer der zur Streckenbegrenzung aufgestellten Wasserbehälter seinen gesamten Inhalt auf die Strasse – ein Konkurrent hatte ihn kurz zuvor aufgeschlitzt. Der 21-jährige Sachse sah sich plötzlich einem nicht im Aufschrieb vermerkten Bach gegenüber. Doch da die Asphaltprüfung mit Schotterreifen und nicht mit Slicks gefahren werden musste, blieb das sonst nicht ungefährliche Aquaplaning aus. Wiegand/Gottschalk verpassten lediglich einigen der sehr nahe an der Strecke stehenden Zuschauern zur Abkühlung ein paar Spritzer und übernachteten auf Platz fünf – eine gute Basis für den Start in die Schotterprüfungen des heutigen Tages.

Markenkollege Andreas Mikkelsen und der Ex-Dakar Sieger Nassah Al-Attiyah (Ford Fiesta RRC) legten gleich los, als wäre der Teufel hinter ihnen her. Aber schon dahinter fanden der Ex- Enduropilot und sein wüstenerfahrener Copilot trotz anfänglich heftigem Untersteuern (Wiegand: „Ich musste in vielen Kurven die Handbremse zu Hilfe nehmen, um rumzukommen“) einen guten Rhythmus und setzten sich trotz einem zeitraubenden Dreher in der vierten Prüfung auf dem dritten Rang fest. Mit leicht geändertem Setup nach dem ersten Service konnten sie den Abstand zu den Verfolgern ab WP5 sogar noch ausbauen. In der siebenten und mit rund 30 Kilometer zugleich längsten Prüfung des Tages dann jedoch das plötzliche Aus: Etwa sechs Kilometer vor Ende brach beim Anbremsen einer Linkskurve rechts die Spurstange – Wiegand/Gottschalk konnten den Fabia S2000 gerade noch rechtzeitig vor einem steilen Abhang zum Stehen bringen.

Da entsprechend Superrallye-Reglement ein Re-Start nach Reparatur am nächsten Tag erlaubt ist, wird das Team am morgigen Sonntag erneut angreifen. Auch wenn der vierte Gesamtrang in der diesjährigen IRC nun in weite Entfernung gerückt ist – noch geben Wiegand und Gottschalk den Kampf darum nicht verloren.

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