Keine Chance gegen Toyota

Ist für Neuville die Saison schon gelaufen?

Wie im letzten Jahr konnte Hyundai auf Gran Canaria der Toyota-Konkurrenz nicht Parolo bieten. Das gibt vor allem Thierry Neuville zu denken, der im Moment keine Möglichkeit sieht, das Kräfteverhältnis in der Rallye-WM zu drehen.

28. April 2026

Michael Heimrich

Das gesamte Hyundai-Team geriet beim WM-Lauf auf Gran Canaria deutlich ins Hintertreffen, wobei Thierry Neuville von allen Fahrern am stärksten mit der Pace zu kämpfen hatte. Er konnte die Geschwindigkeit von Adrien Fourmaux nicht mitgehen, und auch Dani Sordo, der nach einer langen Pause in ein Rally1-Auto zurückkehrte, war in der Anfangsphase schneller.

Als die Dominanz von Toyota offensichtlich wurde, nahm Sordo das Tempo etwas heraus, wodurch Neuville am Ende noch auf den fünften Gesamtrang klettern konnte. 

Es war zwar erwartet worden, dass Hyundai auf Asphalt im Nachteil sein würde, doch die fehlenden Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr bereiten ernsthafte Sorgen. „Es war natürlich sehr frustrierend, ständig die Zeiten unserer Hauptkonkurrenten zu sehen, die durchweg sehr, sehr viel schneller waren als wir. Wir hatten Mühe, auf Tempo zu kommen“, sagte Neuville.

„Manchmal waren wir nah dran, und manchmal waren wir wirklich weit weg. Wir haben natürlich viele Setups ausprobiert, aber nie etwas Vernünftiges oder Besseres gefunden. Aber zumindest auf der Power-Stage, als wir trotz starken Untersteuerns etwas mehr gepusht haben, konnten wir noch einen Punkt mitnehmen“, so der Belgier.

Der Weltmeister von 2024 liegt nach fünf Läufen nur auf dem siebten Tabellenplatz und hat bereits einen satten Rückstand von 66 Punkten auf den Meisterschaftsführenden Elfyn Evans (Toyota). Während bei Hyundai bereits darüber gescherzt wurde, dass die Saison nächste Woche auf Schotter in Portugal quasi neu beginnt, hat Neuville im Grunde schon das Handtuch geworfen.

„Die Saison begann für uns wie für alle anderen in Monte Carlo. Aber sagen wir mal, sie war früher zu Ende, als wir dachten“, gab Neuville zu. Die fehlende Pace auf Asphalt bleibt ein absolutes Rätsel. „Niemand weiß es. Ich weiß es nicht, die Ingenieure wissen es nicht, und meine Teamkollegen wissen es auch nicht“, so Neuville.

Hoffnung auf Schotter

Nach einem Moment des Nachdenkens konnte Neuville dann doch noch nach vorne blicken. Es stehen noch neun Rallyes aus, wobei nur die Rallye Japan Ende Mai auf Asphalt ausgetragen wird. Auf Schotter sollte Hyundai deutlich konkurrenzfähiger sein. „Natürlich ist es gut, optimistisch zu bleiben, denn das treibt uns an. Aber wir sollten auch nicht zu optimistisch sein. Wir müssen mit beiden Beinen fest auf dem Boden bleiben“, sagte Neuville.

„Wir haben es mit einem sehr starken Konkurrenten zu tun, der alles richtig macht. Wir können uns nicht allein auf unsere Startposition verlassen, um sie zu schlagen. Sie haben fünf Autos und wir haben drei. Wir mögen vielleicht mehr Speed haben, aber eine Rallye ist immer lang.“

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