Der zweite Lauf des ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 entwickelte sich zu einer schwierigen Prüfung für Fahrer und Material. Die engen Straßen in den Vogesen, wechselnde Gripverhältnisse und zahlreiche Cuts sorgten für mehrere Ausrutscher, Reifenschäden und technische Schäden. Am besten kam am Ende Ioan Lloyd mit den Bedingungen zurecht. Der Waliser gewann gemeinsam mit Beifahrer Sion Williams im Opel Mokka GSE Rally von Vauxhall UK.
Lange sah es allerdings nach einem Erfolg von Timo Schulz aus. Der Auftaktsieger der ELE Rally und Beifahrerin Maresa Lade führten die Cup-Wertung, ehe Schulz auf der vorletzten Wertungsprüfung von der Strecke rutschte. Dabei wurde die Spurstange beschädigt, der mögliche zweite Saisonsieg war verloren.
„Auf diesem harten Asphalt darfst du dir nicht den kleinsten Fehler erlauben. Wir hatten alles im Griff, bis beim Anbremsen einer schnellen Links kurz vor Ende die Räder blockiert haben. Wir sind in einen Graben gerutscht und haben uns die Spurstange abgerissen“, erklärte Schulz.
Tom Dufour hatte ebenfalls ein turbulentes Wochenende. Der Franzose nutzte seinen Heimvorteil und setzte Schulz früh unter Druck. Nach einer Bestzeit auf der ersten Samstagsprüfung folgte jedoch ein Ausrutscher auf der nächsten WP. Er schaffte es zurück in den Service, wo der Mokka GSE Rally rechtzeitig repariert wurde. Am Ende reichte es für Rang zwei.
Claire Schönborn und Beifahrer Michael Wenzel profitierten nicht nur von den Fehlern der Konkurrenz, sondern überzeugten vor allem mit einer konstanten Vorstellung. Die 26-Jährige kam als Dritte ins Ziel und wurde damit nach Cindy Gudet die zweite Frau, die im Elektro-Cup auf dem Podium stand.
„Ich kann es noch gar nicht fassen“, sagte Schönborn. „Die Rallye hier war ein echtes Auf und Ab. Gestern kam ich schwer in den Rhythmus, aber heute konnten wir vieles besser machen. Die letzten WP-Zeiten waren so, wie ich mir das erhofft hatte. Wir hatten zwar auch den einen oder anderen Aha-Moment, sind aber ohne gravierende Schnitzer durchgekommen. Ich bin sehr glücklich.“
Für Gaststarter Calle Carlberg endete das Comeback im ADAC Opel GSE Rally Cup ebenfalls vorzeitig. Der Cup-Champion von 2023 und Junior-Europameister 2025 traf auf WP7 bei Tempo 150 einen Stein, der Reifen und Lenkung beschädigte. Gemeinsam mit seinem Vater und Beifahrer Torbjörn erreichte er noch den Service, musste dort aber aufgeben.
Auf dem Gesamtpodium der Rallye Vosges Grand-Est standen drei französische Teams. Sebastien Loeb / Laurène Godey setzten sich im Ford Fiesta WRC mit einer Gesamtzeit von 1:44:09,4 Stunden klar durch. Dahinter folgten Yoann Bonato / Benjamin Boulloud im Lancia Ypsilon Rally2 HF Integrale mit 2:17,7 Minuten Rückstand, Hugo Margaillan / Matthieu Coppa komplettierten im Hyundai i20 N Rally2 das Podium – nur 6,6 Sekunden hinter Bonato.
Ergebnis 41. Rallye Vosges – Grand-Est 2026
| Platz | Fahrer / Beifahrer | Fahrzeug | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Sebastien Loeb / Laurène Godey | Ford Fiesta WRC | 1:44:09.4 |
| 2 | Yoann Bonato / Benjamin Boulloud | Lancia Ypsilon Rally2 HF Integrale | +2:17.7 |
| 3 | Hugo Margaillan / Mathieu Coppa | Hyundai i20 N Rally2 | +2:24.3 |
| 4 | Raphaël Astier / Marie-Noëlle Ratier | Porsche 992 Rally GT | +3:08.9 |
| 5 | Quentin Gilbert / Christophe Guieu | Porsche 992 Rally GT | +4:11.1 |
| 6 | Lucas Darmezin / Charlyne Quartini | Hyundai i20 N Rally2 | +4:40.4 |
| 7 | Benjamin Stirling / F. Stirling | Citroen C3 Rally2 | +5:08.1 |
| 8 | Jean-Renaud Marchal / C. Silvestre | Citroen C3 Rally2 | +8:53.9 |
| 9 | Emile Breittmayer / Stéphane Prévot | Skoda Fabia RS Rally2 | +9:06.9 |
| 10 | Kenneth Madsen / Mads Dalsager | Citroen C3 Rally2 | +9:07.0 |

