Tabellenführer Travis Pastrana fehlte wegen anderer Verpflichtungen, wodurch mehrere Nachwuchsfahrer die Chance auf ihren ersten Gesamtsieg witterten. Nach den beiden Zuschauerprüfungen am Donnerstag lag zunächst Lia Block mit Beifahrer Alex Gelsomino im Hyundai i20 Rally2 vorn. Patrick Gruszka folgte in einem weiteren Hyundai, dahinter rangierten Carlos García beim ARA-Debüt im Skoda Fabia R5 Evo.
Quintero lag nach dem Auftakt nur auf Rang sieben, allerdings lediglich sieben Sekunden hinter der Spitze. Als die Rallye am Freitag in die Waldprüfungen wechselte, drehte der Toyota-Fahrer auf. Mit acht Bestzeiten in Folge setzte er sich deutlich ab und ging mit 46,9 Sekunden Vorsprung auf Block in den Schlusstag.
Am Samstag wurde es noch einmal eng. Ein technisches Problem bremste Quintero, der praktisch nur noch einen Gang zur Verfügung hatte. Block nutzte die Gelegenheit und verkürzte den Rückstand bis zur zweiten Schleife auf 12,2 Sekunden. Danach lieferten sich beide ein Duell auf Augenhöhe. Auf der 16. Prüfung fuhren Quintero und Block exakt dieselbe Zeit, anschließend gewann Block drei Prüfungen in Folge. Vor der abschließenden ARA Power Stage betrug Quinteros Vorsprung nur noch 10,3 Sekunden.
Block gewann ihre erste ARA Power Stage in der Gesamtwertung und sicherte sich fünf Bonuspunkte. Für den Gesamtsieg reichte es jedoch nicht mehr. Quintero brachte einen Vorsprung von 9,4 Sekunden ins Ziel und feierte den bislang wichtigsten Erfolg seiner Rallye-Karriere.
„Ich habe von Anfang an gesagt, dass Lia diejenige ist, auf die man achten muss“, sagte Quintero nach der Rallye. „Zum Glück ist mir am Freitag ein wirklich guter Job gelungen. Ich habe mich wohlgefühlt und einen kleinen Vorsprung aufgebaut, aber leider war der nach der zweiten Prüfung heute wieder weg.“
In der Schlussphase ging es für Quintero vor allem darum, Blocks Tempo zu kontrollieren, ohne unnötiges Risiko einzugehen. „Ich wusste, dass unser Tempo sehr ähnlich ist und dass ich nicht am absoluten Limit fahren musste, solange es nicht unbedingt nötig war. Das ist überhaupt nicht einfach. Sie war extrem schnell, deshalb habe ich alles getan, um den Abstand unter Kontrolle zu halten und es nicht durch einen Fehler wegzuwerfen.“
Für Toyota war es der zweite ARA-Sieg nacheinander. Den vorherigen Lauf hatte Jari-Matti Latvala bei einem Gaststart gewonnen.
10. Southern Ohio Forest Rally 2026
| 1 | Seth Quintero / Topi Luhtinen | Toyota GR Corolla Rally RC2 | 1:54:52.0 |
| 2 | Lia Block / Alessandro Gelsomino | Hyundai i20 N Rally2 | +9.4 |
| 3 | Ricardo Cordero Jr. / M. Hernández | Citroen C3 Rally2 | +2:16.3 |
| 4 | Alastair Scully / Ross Whittock | Hyundai i20 N Rally2 | +3:17.4 |
| 5 | Aoife Raftery / Hannah McKillop | Ford Fiesta Rally3 | +3:38.8 |
| 6 | Roberto Yglesias / Steven Harrell | Ford Fiesta Rally3 | +10:55.8 |
| 7 | Dave Wallingford / Leanne Junnila | Ford Fiesta R5 | +10:57.7 |
| 8 | Madelyn Tabor / Sophie McKee | Ford Fiesta Rally3 | +13:59.9 |
| 9 | Seamus Burke / Martin Brady | Ford Escort MK2 | +17:10.9 |
| 10 | Daniel Shalev / Glen Ray | Peugeot 208 Rally4 | +18:35.1 |

