Peterhansel erobert Spitze

Während Thierry Magnaldi seinen zweiten Etappensieg bei der Dakar 2006 feiern darf, erobert Mitsubishi-Pilot Stephane Peterhansel die Gesamtführung.

7. Januar 2006

Michael Heimrich

Peterhansel erobert Spitze

Stephane Peterhansel wird seiner Favoritenrolle bei der Rallye Dakar gerecht. Auf der heutigen achten Tagesetappe von Atâr nach Nouakchott setzte der Mitsubishi-Pilot die drittschnellste Zeit und eroberte damit die Führung in der Gesamtwertung. Der bisherige Spitzenreiter Luc Alphand verlor in den Sanddünen ebenso Zeit, wie sein Teamkollege Nani Roma.

„Eine schwierige Prüfung mit viel Sand im Mittelteil“, berichtete Spitzenreiter und Titelverteidiger Peterhansel. „Wir haben uns festgefahren und hatten zwei Plattfüße. Der letzte Teil der Strecke war sehr schnell. Mit Rückenwind haben wir 196 km/h erreicht.“

Schnellster Fahrer auf dem 508 Kilomter langen Wertungsabschnitt wurde Schlesser-Pilot Thierry Magnaldi, der seinen zweiten Tagessieg verbuchen konnte. Rang zwei ging an Mark Miller im Volkswagen, dennoch drohen die Siegesträume der Wolfsburger im heißen Wüstensand langsam zu zerplatzen.

Carlos Sainz strandete bereits gestern mehrfach in den Dünen und musste heute mit einem ramponierten Hinterrad an seinem Race Touareg kämpfen. Nachdem er den Schaden nicht beheben konnte, gab der Spanier entnervt auf und kehrte zum Startpunkt der Etappe zurück, um die Hilfe seiner Servicecrew in Anspruch zu nehmen.

Auch Jutta Kleinschmidt büßte heute deutlich ein. „Wir sind auf gerader Strecke stecken geblieben und mussten uns mit den Sandblechen so eine Art Straße legen, um wieder herauszukommen. Das hat uns 47 Minuten gekostet. Dann folgten noch zwei Reifenschäden. Fabrizia und ich sind natürlich sehr enttäuscht“, so die Kölnerin Neue VW-Speerspitze im Kampf gegen Mitsubishi ist nun Giniel de Villiers auf Position drei, allerdings hat der Südafrikaner bereits einen Rückstand von 26:16 Minuten auf Spitzenreiter Peterhansel.

Für Matthias Kahle lief es auf der heutigen Etappe nicht ganz reibungslos. Mit einem Zeitrückstand von 2:32:28 Stunden kam der Honda-Pilot ins Ziel, konnte sich jedoch in der Gesamtwertung auf den zehnten Rang verbessern.

Nach dem einzigen Ruhetag der 28. Auflage des Wüstenklassikers gehen die Anstrengungen weiter: Auf der 874 Kilometer langen „Königsetappe“ der Dakar 2006 müssen am Montag 599 Kilometer auf Zeit gefahren werden – keine Prüfung in diesem Jahr ist länger.

[sideways=91]Der aktuelle Zwischenstand…

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