Hermann Neubauer hat das Saisonfinale der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft für sich entschieden und damit seinen dritten Titel nach 2016 und 2019 gewonnen. Gemeinsam mit Ursula Gassner setzte sich der Salzburger im Toyota GR Yaris Rally2 bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye souverän durch.
Neubauer hatte bereits auf der ersten Prüfung die Bestzeit gesetzt und lieferte sich anschließend einen engen Kampf mit Simon Wagner. Michael Lengauer blieb ebenfalls in Schlagdistanz, musste am Freitag nach einem technischen Problem auf einer Verbindungsetappe allerdings eine Zehn-Sekunden-Strafe hinnehmen.
Die Entscheidung fiel am Samstag. Wagner, der die Rallye zwischenzeitlich angeführt hatte, rutschte auf der elften Prüfung Haßbach-Grimmenstein auf Splitt von der Strecke und musste aufgeben. Damit war der Weg für Neubauer frei.
Auch Lengauer erreichte das Ziel nicht. Der Citroen-Pilot ging mit 18 Sekunden Rückstand als Zweiter auf die letzte Prüfung, hatte zu diesem Zeitpunkt aber nur noch geringe Titelchancen. Nach einem Felgenbruch prallte er in eine Leitschiene und schied ebenfalls aus.
Neubauer ließ sich davon nicht mehr aus der Ruhe bringen. Mit sechs Bestzeiten auf 14 Prüfungen brachte er den Toyota ohne Probleme ins Ziel und feierte seinen dritten Saisonsieg. Gleichzeitig sicherte er Toyota den ersten österreichischen Staatsmeistertitel seit Franz Wittmann im Corolla WRC im Jahr 2001.
„Dieser Titel bedeutet mir sehr viel, weil es der schwierigste meiner drei war“, sagte Neubauer. Der Kampf gegen Wagner und Lengauer sei extrem fordernd gewesen. „Unter diesem Druck so eine Performance abzurufen, war eine riesige Bestätigung und eine starke Teamleistung.“
Durch die Ausfälle der beiden Titelrivalen rückte Lokalmatador Luca Waldherr im Citroën C3 Rally2 auf Rang zwei vor. Raimund Baumschlager erbte im Skoda Fabia Rally2 Platz drei.
Wagner gratulierte Neubauer anschließend zum Titel und kündigte bereits den nächsten Angriff an. „Jeder, der mich kennt, weiß, dass mich so etwas nur stärker macht. Genauso werden wir nächstes Jahr zurückkommen.“
Auch in der ORM2 fiel die Titelentscheidung. Günther Knobloch gewann im Renault Clio Rally3, doch Christoph Zellhofer genügte Rang zwei, um sich erstmals zum Staatsmeister zu krönen. In der ORM3 und bei den Junioren standen die Titel von Marcel Neulinger bereits vor dem Finale fest.
Karl Wagner gewann sowohl die Historic-Wertung als auch die ORM Trophy für Fahrer über 50 Jahre. Die Austrian Rallye Challenge entschied Rene Kiehtreiber im Mitsubishi Evo V für sich.
Ergebnis Land der 1000 Hügel Rallye 2026
| 1. | Hermann Neubauer / Ursula Gaßner | Toyota GR Yaris Rally2 | 1:24:21.2 |
| 2. | Luca Waldherr / Claudia Maier | Citroën C3 Rally2 | +1:04.3 |
| 3. | Raimund Baumschlager / Thomas Zeltner | Skoda Fabia RS Rally2 | +3:41.1 |
| 4. | Bernhard Stitz / Angelika Letz | Citroën C3 Rally2 | +5:45.4 |
| 5. | Günther Knobloch / Erik Fürst | Renault Clio Rally3 | +6:06.6 |
| 6. | Christoph Zellhofer / A. Seidl | Suzuki Swift ZMX | +6:13.7 |
| 7. | Wilhelm Stengg jun. / B. Stampfl | Renault Clio Rally3 | +9:06.8 |
| 8. | Lukas Dirnberger / Lukas Martinelli | Opel Corsa Rally4 | +9:42.6 |
| 9. | Nikola Mishev / Angel Bashkehayov | Skoda Fabia Rally2 evo | +10:58.6 |
| 10. | Karl Wagner / Gerda Zauner | Porsche 911 SC | +11:16.0 |
