Masuoka neuer Spitzenreiter

Vorjahressieger Hiroshi Masuoka konnte mit dem zweiten Tagessieg erstmals die Führung übernehmen. Probleme dagegen bei Jutta Kleinschmidt.

6. Januar 2004

Michael Heimrich

Auf der sechsten Etappe der Rallye Dakar hat der japanische Vorjahressieger Hiroshi Masuoka die Führung in der Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 6:46 Minuten übernommen. Er profitierte vom Pech seinesTeamkollegen Stéphane Peterhansel, der nach einem Reifenschaden und einer Zeitstrafe auf den zweiten Rang zurückfiel.

Sorge dagegen bei VW: Jutta Kleinschmidt musste nach einer Flussdurchfahrt anhalten, weil Wasser in den Motor ihres VW Touareg eindrang und kann im Moment noch nicht weiterfahren. Ein ähnliches Schicksal ereilte Nissan-Pilot Ari Vatanen, der seine Fahrt zwar fortsetzen konnte, aber über 2,5 Stunden verlor. Bester Nissan-Pilot ist nun Colin McRae, der bei seinem ersten Dakar-Einsatz immerhin Dritter in der Gesamtwertung ist.

Noch schlimmer erging es Miki Biasion. Der Italiener überschlug sich mehrmals bei Kilometer 240 der Spezialwertung. Die beiden Fahrzeuginsassen blieben aber unversehrt. Biasion hatte schon zuvor wegen Problemen mit der Mechanik einen unfreiwilligen Stopp einlegen müssen. Das Fahrzeug wurde stark beschädigt und soll drei Räder verloren haben. Das Team wartet nun auf den Begleitwagen, um eine Reparatur zu versuchen.

Weiter gut im Rennen ist Andrea Mayer. Die Allgäuerin hat sich dort mit ihrem T2-Mitsubishi schon auf Rang zehn (48:02 Minuten Rückstand) vorgeschoben. Die heutige Wertungsetappe beendete Mayer mit ihrem Beifahrer Andreas Schulz auf Platz elf. Das Duo fuhr 24:19 Minuten nach ihrem Teamkollegen Masuoka über die Ziellinie. „Es wäre sogar noch mehr drin gewesen. Aber wir haben dreimal gestoppt. Das erste Mal bei Miki (Biasion), um zu sehen, ob er okay ist. 30 Kilometer später mussten wir einen Reifen wechseln. Weitere zehn Kilometer später hat Andy die Radmuttern nachgezogen. Insgesamt haben wir rund sieben Minuten verloren.“

Über 1055 Kilometer erstreckt sich die morgige Etappe von Tan-Tan nach Atar in Mauretanien, die damit die längste der Dakar 2004 ist. Auch die Wertungsprüfung hat es in sich: 701 Kilometer müssen auf Zeit absolviert werden. Nach einem schnellen Teilstück zu Beginn führt die Strecke in die Dünen des „Erg Oumaghawaba“.

Zwischenstand nach 6.Etappe, OUARZAZATE – TAN-TAN
1 MASUOKA / PICARD MITSUBISHI 7h 42′ 23″
2 PETERHANSEL / COTTRET MITSUBISHI 06′ 40″
3 MC RAE / THORNER NISSAN 15′ 41″
4 DE VILLIERS / JORDAAN NISSAN 17′ 50″
5 ALPHAND / MAGNE BMW 18′ 48″
6 DE MEVIUS / GUEHENNEC BMW 22′ 33″
7 SCHLESSER / LURQUIN SCHLES-FORD 27′ 06″
8 SERVIA / BORSOTTO SCHLES-FORD 33′ 12″
9 AL ATTIYAN / BARTHOLOME MITSUBISHI 38′ 45″
10 MAYER / SCHULZ MITSUBISHI 48′ 02″

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