Hirvonen wird bei Mini-Premiere Dritter

Das X-raid-Team feierte bei der Baja Aragón einen Dreifachsieg und Neuzugang Mikko Hirvonen landete auf dem dritten Rang. Für den Finnen wäre sogar mehr drin gewesen.

27. Juli 2015

Michael Heimrich

Hirvonen wird bei Mini-Premiere Dritter

Die Baja Aragón rund um die spanische Stadt Teruel war zwar kurz, hatte es aber in sich. Der Veranstalter hatte extrem kurvige und steinige Strecken festgelegt. Das sorgte nicht nur für eine niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 70 km/h, sondern auch für einige Reifenschäden. Allerdings sind bei Bajas nur zehn Reifen pro Fahrzeug erlaubt, was die Piloten zusätzlich unter Druck setzte.
Lokalmatador Nani Roma fand frühzeitig das richtige Tempo vor, übernahm nach der zweiten Etappe die Führung und feierte einen weiteren Triumph bei der Baja Aragón, nachdem er in Spanien bereits dreimal gewonnen hatte.
Mehr Spannung gab es im Kampf um den zweiten Rang zwischen X-raid-Neuzugang Mikko Hirvonen und Orlando Terranova. Vor der letzten Prüfung lag der Finne mit etwas über einer Minute Vorsprung auf Rang zwei vor seinem argentinischen Teamkollegen. Beide mussten einmal stoppen, um einen Reifen zu wechseln. Am Ende war Terranova etwas schneller unterwegs und konnte den Spieß noch zu seinen Gunsten drehen.
„Natürlich hätte ich mir noch gerne Rang zwei geholt aber ich freue mich, dass wir es aufs Podium geschafft haben“, sagte Hirvonen. „Es war hart für mich – die langen Prüfungen ohne Aufschrieb – das bedeutet, dass ich noch viel Neues lernen muss. Und es kommt hier auf Details an. Ich muss sagen, dass die Jungs alles andere als langsam fahren. Ich war etwas überrascht, wie schnell sie ohne Aufschrieb unterwegs sind.“
Pech hatte Dakar-Sieger Nasser Al-Attiyah. Er hatte auf der zweiten Wertungsprüfung am Samstag Probleme mit den Reifen, einer fing sogar Feuer. Al-Attiyah konnte ihn noch rechtzeitig von seinem Mini abbauen. Die Mechaniker mussten direkt vor Ort helfen. Die daraus resultierende Zeitstrafe hätte mehrere Stunden betragen und so entschied man, am letzten Tag nicht mehr an den Start zu gehen.

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