Fabian Kreim nach Auftakt auf Rang drei

Der deutsche Skoda-Junior Fabian Kreim fuhr bei der China-Premiere schon eine Bestzeit. Manfred Stohl (Citroën) führt vor Gaurav Gill im zweiten MRF-Skoda.

5. August 2016

Michael Heimrich

Fabian Kreim nach Auftakt auf Rang drei

Wer mitten im Sommer am Rande der Wüste Gobi eine Rallye fährt, braucht sich über hohe Temperaturen nicht zu wundern. „Heute war es etwa 40 Grad heiß, morgen soll es noch einmal fünf Grad wärmer werden“, berichtet Skoda-Junior Fabian Kreim nach dem Auftakt der Rallye Zhangye. Der Odenwälder liegt beim dritten Lauf zur Asien-Pazifik-Meisterschaft (APRC) auf Zwischenrang drei hinter seinem indischen Teamkollegen Gaurav Gill und dem Österreicher Manfred Stohl (Citroën).
Nach den Läufen in Neuseeland und dem australischen Busch wartet die Rallye Zhangye erneut mit einem komplett anderen Charakter auf. Die meist sandigen Wertungsprüfungen führen durch die offene Steppe. „Das ist ein bisschen wie bei der Rallye Dakar, wo dir das Roadbook sagt: Fahr‘ 15 Kilometer geradeaus, dann biegst du rechts ab“, scherzt Gill.
Während der Inder mit derartigen Strecken Erfahrung hat, brauchte Kreim eine kurze Eingewöhnungszeit. Auf der knapp 22 Kilometer langen Auftaktprüfung musste er sich noch hinter Stohl und Gill anstellen. In der nur zwei Kilometer langen WP 2 konterten Kreim und Beifahrer Frank Christian und setzten die Bestzeit. Der Rückstand auf Stohl beträgt im Zwischenklassement 24,8 Sekunden. Gaurav Gill im zweiten MRF-Skoda liegt 10,2 Sekunden hinter dem Österreicher.
Stohl und Beifahrer Bernhard Ettel fuhren die Rallye Zhangye schon 2015, als sie noch nicht zur APRC gewertet wurde. Diese Erfahrung setzt der Gruppe-N-Weltmeister von 2000 in eine perfekte Fahrwerksabstimmung um. Ein Kapitel, in dem Kreim für den zweiten Teil der ersten Etappe am Samstag nachbessern will. „Unsere Dämpfer/Feder-Kombination lässt leider keine noch weichere Abstimmung zu. Dadurch fehlt uns Traktion und das Vertrauen in den schnellen Passagen“, beschreibt er. „Wir werden Veränderungen vornehmen, um morgen besser mit den Bedingungen zurechtzukommen.“
Der zweite Teil der ersten Etappe besteht aus vier Prüfungen mit einer Gesamtlänge von 118 Kilometer.

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