Doppelsieg für Mitsubishi

Mitsubishi beendet die Marathon-Saison in den Vereinigten Arabischen Emiraten wie sie Anfang 2006 bei der Rallye Dakar begann: mit einem Sieg von Luc Alphand.

10. November 2006

Michael Heimrich

Doppelsieg für Mitsubishi

Der ehemalige Weltklasse-Abfahrtsskiläufer hatte die Führung bei der UAE Desert Challenge, dem Finale zum Marathon-Rallye-Weltcup, mit einer Tagesbestzeit auf der zweiten Etappe übernommen und diese nicht wieder abgegeben.

Alphand gewann mit 15.59 Minuten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Stéphane Peterhansel. Nach dem Dakar-Triumph und dem anschließenden Sieg bei der Rallye Por las Pampas in Südamerika krönte Alphand sein bisher erfolgreichstes Jahr im Marathon-Rallye-Sport mit dem dritten Sieg. Mit seinen Erfolgen hat Alphand großen Anteil am Weltcup-Gesamtsieg von Mitsubishi in der Teamwertung. Ebenso trugen Stéphane Peterhansel mit seinem Sieg in Tunesien und Nani Roma mit seinem zweiten Platz bei der Rallye Transiberico dazu bei.

Im Gegensatz zu seinen beiden Mitstreitern Alphand und Hiroshi Masuoka, der bei der UAE Desert Challenge Siebter wurde, war Peterhansel in der arabischen Wüste mit dem brandneuen Mitsubishi Pajero Evolution MPR13 an den Start gegangen. Das Wettkampfdebüt des Allrad-Prototypen nach 11.000 Testkilometern ist überaus geglückt: Mit Ausnahme eines Schadens an der Servolenkung am ersten Tag lief das Auto trotz extremer Hitze und schwierigster Dünen-Querungen perfekt. Auf der dritten Etappe markierte Peterhansel sogar den ersten Tagessieg des MPR13 und verbesserte sich vom fünften auf den zweiten Gesamtplatz, den er mit weiteren guten Zeiten bis ins Ziel verteidigte.

Hiroshi Masuoka musste am zweiten Tag zusammen mit Beifahrer Pascal Maimon mitten in der Wüste die Kupplung seines Pajero Evolution MPR12 austauschen, was innerhalb nur einer Stunde gelang. Die folgenden drei Tage nutze der Japaner für eine Aufholjagd, die ihn vom zehnten auf den siebten Platz nach vorn brachte.

Carlos Sousa landete als besten VW-Pilot auf dem vierten Rang. Werkspilot Carlos Sainz war zwar schnellster Mann in der Wüste, aber der Spanier verlor nach einem Antriebsschaden auf der zweiten Etappe mehr als drei Stunden Zeit.

Endstand UAE Desert Challenge
1. Alphand/Picard, Mitsubishi Pajero Evolution, 16:51.15 Std.
2. Peterhansel/Cottret, Mitsubishi Pajero Evolution, + 15.59 Min.
3. Schlesser/Guigou, Schlesser-Ford, + 36.27 Min.
4. Sousa/Schulz, Volkswagen Touareg, + 40.57 Min.
5. Al-Attiyah/Guehennec, BMW X3, + 1:10.54 Std.
6. Kleinschmidt /Thörner, BMW X3, + 1:34.19 Std.
7. Masuoka/Maimon, Mitsubishi Pajero Evolution, + 1:37.01 Std.

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