Die letzte Runde und die Sorge um den Estering

Das Finale der Rallycross-Weltmeisterschaft steht bevor, doch nach einem Dutzend Rennen scheint die nächste Saison schon das spannendere Thema zu sein.

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26. November 2016

Michael Heimrich

Die letzte Runde und die Sorge um den Estering

Die Saison ist noch gar nicht beendet, da dreht sich schon alles um das kommende vierte Rallycross-WM-Jahr. Am Wochenende geht es zum vorerst letzten Mal nach Argentinien, in 2017 wird das Finale in Südafrika ausgetragen. Ein Auftritt im Land des Tangos ist nicht mehr geplant. 
Für viel Wirbel hinter den Kulissen sorgt der Umstand, dass wie bereits in den vergangenen zwei Jahren zwei WM-Rennen auf deutschem Boden stattfinden sollen. Erneut soll es früh in der Saison zum Hockenheimring und im Herbst dann auf den Estering gehen. Doch die FIA muss den Terminplan noch absegnen und offenbar sieht man es dort nicht gern, dass ein Land gleich zwei Mal vorkommt.
Das war das bisher kein Problem, doch plötzlich rumort es: Der Lauf auf dem Estering sei in Gefahr! Der ACN sieht das vorerst gelassen, der Club hat sich vertraglich gebunden und damit für 2017 auf jeden Fall noch einen WM-Lauf in Planung. Die Vorbereitungen und Investitionen, die vielen Mühen der ehrenamtlichen Clubmitglieder – auch in Buxtehude bereitet man sich schon jetzt darauf vor, in 2017 wieder ein echtes Rallycross-Festival auf die Beine zu stellen.
In diesem Jahr konnte man eine Rekordkulisse an Zuschauern bieten. Zentral gelegen für viele Teams und Fans, die teilweise seit Jahrzehnten dem Rallycross die Treue halten und vor die Tore Hamburgs pilgern, um ihre Protagonisten dort live zu sehen. Die WM würde nicht nur einen Farbtupfer im Kalender verlieren. Sie würde es verpassen, die eigene Historie gebührend weiter zu schreiben, wenn sie es zulässt, nach mehr als 40 Jahren die zweitälteste Rallycross-Strecke zu verlieren. 
Was erwartet uns beim diesjährigen Finale sportlich? Mattias Ekström (Audi) ist bereits Weltmeister, wie wir wissen. Doch gelassen zurück lehnen wird er sich nicht, schließlich hat er auch die Teamweltmeisterschaft im Visier. „Ein großer Pokal ist noch zu holen und den wollen wir mit nach Hause nehmen“ meint Ekström im Vorfeld, der nach dem Triumph auf dem Estering eine anstrengende Zeit hinter sich hatte und nun alles für die Abschlussparty vorbereitet hat. Doch trotzdem bleibt er konzentriert: „Keine Sorge, wir fahren nicht nach Argentinien, um dort Urlaub zu machen“. Vielleicht im Anschluss, wenn ihm das gelungen ist, was bisher in der Weltmeisterschaft der Rallycrosser noch niemand geschafft hat: Fahrer- und Teamweltmeister zu werden.

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