Adam Březík hat die Barum Czech Rally Zlín gewonnen und damit zehn Jahre nach seinem Debüt bei der traditionsreichen Asphalt-Rallye seinen ersten ERC-Sieg gefeiert. Gemeinsam mit Beifahrer Zdeněk Bělák setzte sich der 30-Jährige im Skoda Fabia RS Rally2 souverän gegen die internationale Konkurrenz durch.
Březík hatte bereits am Samstag die Führung übernommen und ging mit 9,7 Sekunden Vorsprung in den Schlusstag. Dort setzte er sich mit drei Bestzeiten in Folge weiter ab. Besonders auf den anspruchsvollen Prüfungen Pindula und Semetín zeigte der Lokalmatador seine Streckenkenntnis und vergrößerte den Vorsprung zeitweise auf mehr als 20 Sekunden.
Auch als ERC-Spitzenreiter Teemu Suninen (Skoda) auf der zweiten Pindula-Durchfahrt noch einmal Zeit gutmachte, ließ sich Březík nicht aus dem Rhythmus bringen. Auf Semetín antwortete er mit einer weiteren Bestzeit und ging mit komfortabler Führung auf die abschließende Power Stage.
„Ich bin sehr glücklich mit meiner Leistung, aber auch selbst etwas überrascht“, sagte Březík. „Wir hatten bislang eine sehr gute Saison, abgesehen von der Rallye Bohemia, bei der wir einen schweren Unfall hatten. Ich kenne die Prüfungen hier sehr gut. Ich wohne in der Nähe des Ziels von Pindula und habe versucht, mein Tempo zu fahren, ohne auf die Zeiten der anderen zu schauen.“
Für Březík war der Sieg ein deutliches Ausrufezeichen auf internationaler Ebene. Bei seinen bisherigen ERC-Auftritten war Rang vier bei der Barum-Rallye 2024 sein bestes Resultat gewesen.
Suninen baut Tabellenführung aus
Suninen sicherte sich bei seinem ersten Start in Zlín den zweiten Platz und sammelte damit wichtige Punkte für die Meisterschaft. Der Finne setzte sich unter anderem gegen Titelverteidiger Miko Marczyk (Skoda) durch.
Marczyk war zunächst vor Suninen in den Sonntag gestartet, verlor die Position auf Pindula, holte sie auf Semetín zurück und musste sich anschließend erneut geschlagen geben.
Den letzten Podiumsplatz schnappte sich Andrea Mabellini. Der Italiener attackierte auf der Power Stage noch einmal konsequent und verdrängte Marczyk auf Rang vier. Damit bescherte er dem neuen Lancia Ypsilon Rally2 HF Integrale das erste ERC-Podium.
Kopecký scheidet im Kampf um den Sieg aus
Jakub Matulka bestätigte nach seinem Podestplatz bei der Rallye Polen seine starke Form und belegte Rang fünf. Dahinter brachte Simone Tempestini Platz sechs ins Ziel und sorgte damit für ein weiteres gutes Ergebnis beim 50. ERC-Start von Team MRF Tyres.
Filip Mareš verlor am Sonntag zunächst wegen eines beschädigten rechten Hinterreifens Zeit und drehte sich später bei hohem Tempo. Trotz Heckschadens erreichte er noch Rang sieben. Simon Wagner, Václav Pech und Roberto Blach komplettierten die Top Ten.
Für Jan Kopecký endete der Versuch, seinen 13. Sieg bei der Barum-Rallye zu holen, bereits am Samstag. Der frühere Europameister lag im Kampf um die Spitze, als eine beschädigte Bremsleitung seine Rallye beendete.
Heindrichs erneut Junior-Sieger
Tom Heindrichs (Opel) feierte in der Junior-ERC den zweiten Sieg in Folge. Der Belgier setzte sich vor seinem Teamkollegen Timo Schulz (Opel) durch. Colin Dünker (Ford) musste die Hoffnungen auf eine Podiumsplatzierung nach technischen Problemen zur Halbzeit vorzeitig begraben.
In der ERC3 gewann Ville Vatanen. Gleichzeitig sicherte er sich die ERC Fiesta Rally3 Trophy und damit einen Einsatz im Ford Fiesta Rally2 von M-Sport.
Der nächste Lauf der Rallye-Europameisterschaft ist die JDS Machinery Rali Ceredigion in Wales. Die Asphalt-Rallye wird vom 4. bis 6. September ausgetragen.
Ergebnis Barum Czech Rally Zlín 2026
| 1. | Adam Březík / Zdeněk Bělák jun. | Škoda Fabia RS Rally2 | 1:57:13.5 |
| 2. | Teemu Suninen / Antti Haapala | Škoda Fabia RS Rally2 | +8.3 |
| 3. | Andrea Mabellini / Virginia Lenzi | Lancia Ypsilon Rally2 | +15.8 |
| 4. | Mikołaj Marczyk / S. Gospodarczyk | Škoda Fabia RS Rally2 | +17.1 |
| 5. | Jakub Matulka / Damian Syty | Škoda Fabia RS Rally2 | +55.9 |
| 6. | Ján Kundlák / Pavel Zalabák | Škoda Fabia RS Rally2 | +1:14.0 |
| 7. | Simone Tempestini / F. Maior | Škoda Fabia RS Rally2 | +1:33.7 |
| 8. | Filip Mareš / Radovan Bucha | Toyota GR Yaris Rally2 | +1:41.0 |
| 9. | Simon Wagner / Hanna Ostlender | Hyundai i20 N Rally2 | +2:18.3 |
| 10. | Václav Pech jun. / Petr Uhel | Citroën C3 Rally2 | +3:39.9 |


