Die Olympia-Rallye lebt wieder auf

Kurz vor dem Auftakt der Olympischen Sommerspiele 1972 ging in Deutschland die bislang größte Rallye-Veranstaltung über die Bühne. Jetzt kommt es zur Wiederauflage.

20. Mai 2021

Michael Heimrich

Die Olympia-Rallye startete bei den Segelrevieren in Kiel und führte die Teams bis zum Olympia-Stadion nach München. 417 Teams wollten die 3.371 Kilometer von Nord nach Süd unter die Räder nehmen, 307 durften letztlich starten. Die Entscheidungen fielen durch die gefahrenen Zeiten auf den 62 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 632 Kilometern. Vom Start am Montag bis zum Ziel am frühen Freitag lief die Marathon-Veranstaltung nonstop durch, lediglich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gab es die einzige Übernachtungspause.

Das Siegerpodium der 145 in Wertung verbliebenen Teams war international: Die Franzosen Jean-Pierre Nicolas / Jean Todt gewannen im Alpine Renault A110 vor den Schweden Anders Kulläng / Donald Karlsson, die ebenfalls wie die drittplatzierten Franzosen Jean Ragnotti / Jean-Pierre Rouget einen Opel Ascona 19 SR pilotierten.

Die Olympia-Rallye 72 war zudem die Geburtsstunde der internationalen Rallye-Karriere des zweifachen Weltmeisters Walter Röhrl. Als Nobody im privaten Ford Capri fuhr der Regensburger direkt nach dem Start die erste von insgesamt elf Bestzeiten, düpierte das ein oder andere Mal die internationale Konkurrenz und kämpfte um die Führung, bevor er kurz vor dem Ziel aufgeben musste. „Die Olympia-Rallye war die tollste und schönste Rallye, die Deutschland jemals sah und wohl jemals sehen wird“, zieht der ‚Lange‘ noch heute ein begeistertes Fazit.

Wiederauflage nach 50 Jahren

Im kommenden Jahr soll es erneut so weit sein. Wie vor 50 Jahren starten Teams vom 8. bis zum 13. August 2022 erneut von Kiel bis München. Die Rallye führt entlang der Original-Strecken und wird als moderne Oldtimer-Gleichmäßigkeitsrallye durchgeführt. Der Run auf die knapp 200 möglichen Startplätze hat längst begonnen: inzwischen haben rund 300 Teams ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet – mit dabei ist auch Walter Röhrl, natürlich in einem Ford Capri.

Klimaneutrale Durchführung

Um auf möglichst wenige Widerstände zu treffen, verkünden die Veranstalter schon jetzt, dass die Rallye „komplett klimaneutral durchgeführt“ wird. Die dafür geleisteten Ausgleichzahlungen fließen in Aufforstungsprojekte im Harz. Waren Rallyefahrer vor 50 Jahren noch eine Attraktion, müssen sie offenbar jetzt für Akzeptanz bezahlen. 

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