Zeltner rechnet mit Abrüstung

Für Ruben Zeltner ist die anstehende 3-Städte-Rallye die Kür einer erfolgreichen Saison, die mit dem Meistertitel endete. Im kommenden Jahr rechnet der Porsche-Pilot mit technischen Veränderungen, wünscht sich aber mehr Konkurrenz in den eigenen Reihen.

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21. Oktober 2014

Michael Heimrich

Zeltner rechnet mit Abrüstung

Ruben, Du kannst jetzt völlig befreit und ohne Druck bei der 3-Städte-Rallye starten. Welches Ziel habt ihr Euch gesetzt?
„Nach einer so erfolgreichen Saison gibt es für uns eigentlich nur ein Ziel: möglichst weit oben auf dem Treppchen zu stehen. Das wiederum hängt von den äußeren Einflüssen wie Wetter und Wertungsprüfungen ab. Unser Start hing am seidenen Faden, da wir bei der Rallye Baden-Württemberg einen Motorschaden hatten und es zeitlich und finanziell fast unmöglich gewesen wäre, die aufwändige Reparatur durchzuführen.Wir sind absolut froh und dankbar, dass uns für die 3-Städte-Rallye unser Motoren- und Getriebebauer Rinaldi Racing aus Mendig einen Leihmotor bereitstellt. Damit wir für den Finallauf auch antriebseitig auf der sicheren Seite sind, rüstete Drexler Motorsport uns mit neuen Antriebswellen aus. Ich bin wirklich dankbar und froh, dass wir solche exzellenten Partner an unserer Seite haben.“
Was war Dein persönliches Saison-Highlight?
„Es klingt zwar komisch, aber die drittschnellste Zeit bei der Rallye Sulinger Land auf dem IVG Gelände war mein persönliches Highlight. Diese Wertungsprüfung ist ganz eng, rutschig und extrem selektiv. Vor dieser Prüfung haben unsere Gegner uns mitleidig angelächelt und gemeint, dass diese Prüfung doch gar nichts für den Porsche sei. Eine unorthodoxe Reifenwahl und perfektes Zusammenspiel mit meiner Frau Petra haben eine exzellente Zeit gebracht, was unsere Mitbewerber danach etwas ins Grübeln brachte. Ab diesem Zeitpunkt haben unsere Mitbewerber gewusst, dass wir ein ernsthaftes Wörtchen um die Meisterschaft mitreden werden.“
Wirst Du Deinen Titel 2015 verteidigen?
„Wir werden uns gegen Ende des Jahres entscheiden, was wir fahren. Das hängt in erster Linie vom technischen Reglement ab. Ich bin mir sicher, dass es nach unserer Überlegenheit in diesem Jahr Veränderungen bei den Porsches gibt. Was ich mir noch für 2015 wünsche, dass wir mehr Porsches als Gegner hätten. Getreu dem Motto: ‚Viel Feind, viel Ehr!‘ – Das würde uns helfen, unsere Leistung auch persönlich etwas besser einzuschätzen.“

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