Corona-Krise

Ohne Sachsen-Rallye keine DRM

Noch fehlt für die AvD Sachsen-Rallye die behördliche Genehmigung. Findet die Veranstaltung nicht statt, kippt die ganze Deutsche Rallye Meisterschaft.

Wegen der Corona-Pandemie waren Großveranstaltungen in Deutschland bis Ende August untersagt. Damit hatte man sich auch beim ADAC arrangiert und die Pläne für die Motorsportsaison 2020 entsprechend angepasst. Doch dann wurde das Verbot überraschend bis Ende Oktober verlängert und plötzlich wackelt unteranderem die Deutsche Rallye Meisterschaft (DRM).

Deren Kalender war bereits deutlich modifiziert worden, nachdem einige Veranstaltungen abgesagt bzw. verlegt wurden. Mit der Junior Rallye Baden-Württemberg (31. Oktober) und der Rallye Hessisches Bergland (13. und 14. November) hatte man kurzfristig sogar zwei Rallye-70-Läufe aufnehmen müssen, um die entstandenen Lücken zu schließen. Der verspätete Saisonstart soll am 3. September mit der Sachsen-Rallye erfolgen und das Finale Ende November in Sulingen steigen.

Ob dieser Plan in die Tat umgesetzt werden kann, wird sich spätestens am 15. Juli entscheiden. Bis dahin muss die behördliche Genehmigung für die Sachsen-Rallye vorliegen, sonst ist der AvD gezwungen, endgültig die Reißleine zu ziehen.

Veränderungen in Zwickau

Längst hat man einen Plan B entwickelt, der eine Streckenführung von Plauen in Richtung Zwickau vorsah. Vom Gedanken an einen Serviceplatz mitten in der Innenstadt von Zwickau hat man sich bereits frühzeitig verabschiedet, stattdessen soll der „Platz der Völkerfreundschaft“ genutzt werden, um die geltenden Abstandsregeln einzuhalten – Zuschauern muss trotzdem der Zutritt verwehrt werden.

Nun liegt der Ball im Spielfeld der Zwickauer Behörden, von dort muss in den kommenden 14 Tagen grünes Licht kommen. Bleibt die Ampel angesichts der neuen Ausganglage allerdings auf Rot, kippt die gesamte DRM, denn ein Kalender mit nur drei Veranstaltungen, kann sich keiner der Verantwortlichen vorstellen.

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