„Haben noch alle Chancen“

Die starke Leistung von Mark Wallenwein bei der Sachsen-Rallye blieb unbelohnt. Der Skoda-Junior schied kurz vor dem Ende aus.

2. Juni 2010

Michael Heimrich

„Haben noch alle Chancen“

Mark Wallenwein machte in Sachsen dort weiter, wo er in Hessen aufgehört hat.  Vom ersten Meter an konnte der schnelle Schwabe und sein Co  Stefan Kopczyk im Skoda Fabia S2000 dem Tempo der Spitzengruppe folgen und hatten sogar die Chance auf den Gesamtsieg. Auch Teamkollege Matthias Kahle, mit sechs DRM-Titeln Rekordmeister, lobt das junge Team: „Ich finde es toll, dass wir wie im Parallelflug annähernd die gleichen Zeiten fahren.“

Auf der vorletzten Wertungsprüfungen unterlief dem Duo jedoch ein kleiner Fahrfehler mit großer Auswirkung: „In einer noch feuchten Links-Rechtskombination im Wald schnitten wir eine Kurve etwas zu viel und schon war es passiert. Diese Stelle wurde vielen Teilnehmern zum Verhängnis, doch das hilft uns jetzt auch nicht weiter“, schildert Mark Wallenwein enttäuscht den ersten Ausfall. „In einer Böschung lauerte ein großer Stein, der die Lenkung des Skoda Fabia S2000 beschädigte. Das ist wirklich sehr ärgerlich, schließlich lagen wir zu dem Zeitpunkt nur wenige Sekunden hinter Olaf Dobberkau im Porsche und meinem Teamkollegen Matthias Kahle zurück. Wir wollten den dritten Platz sicher nach Hause bringen und auf der letzten Schleife mit weniger Risiko fahren.“

„Wer weiß: Im ‚normalen’ Renntempo wäre dieser Fehler vielleicht nicht passiert“, meinte der Youngster, der beim DRM Lauf rund um Zwickau zwei Bestzeiten erzielte. „Wichtig ist, dass wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen und nach vorne zu schauen.“

Der 23-Jährige ist zuversichtlich: „Wir haben noch Chancen auf die Meisterschaft. Zwei Läufe zur Deutschen Rallye Meisterschaft stehen noch aus und da kann sehr viel passieren. Unsere Ziele in der Eifel und im Saarland sind jeweils eine fehlerfreie Leistung und ein Platz auf dem Podium. Ich danke Skoda Auto Deutschland für die Chance, unsere Fähigkeiten in einem so tollen Fahrzeug unter Beweis stellen zu können. Gleiches gilt für die ADAC Stiftung Sport, die jungen Talenten im Motorsport über einen Zeitraum von drei Jahren die Möglichkeit zur Weiterentwicklung gibt.“

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