Bewegung in Sachen DRM 07

Langsam kommt Bewegung in die Frage nach der Deutschen Rallye Meisterschaft 2007. Eine Entscheidung über Neuausschreibung der Serie fällt Anfang Oktober.

26. September 2006

Michael Heimrich

Bewegung in Sachen DRM 07

Im vergangenen Jahr wurde die Deutsche Rallye Meisterschaft begraben, da die Serie in ihrer damaligen Form als nicht zukunftsfähig betrachtet wurde. Die beteiligten Fahrer wanderten in das Rallye-Masters, oder in die neugegründete DRS ab. Die Top-Liga des deutschen Rallyesports war in zwei Hälften gespalten worden.

Rasch reifte die Erkenntnis, dass es unbedingt zu einem Neuanfang in Sachen DRM kommen müsse, doch viele Wochen und Monate mussten vergehen, ehe erste Schritte unternommen wurden. Der DMSB-Fachausschuss Rallye wurde mit Robert Stadler als Vorsitzenden neu besetzt und Anfang Oktober will man in Frankfurt über eine „neue“ DRM entscheiden.

„Die Tendenz geht klar zu einer offiziellen, vom DMSB ausgeschriebenen deutschen Rallyemeisterschaft 2007. Die Entscheidung darüber fällt vermutlich bei der nächsten DMSB-Präsidiumssitzung“, erklärte Stadler. Eine Stufe unter der DRM könnte das Rallye-Masters aus seiner Sicht die bisherige Rallye-Challenge ersetzen. „Zusätzlich eine DMSB-Rallye-Challenge zu platzieren ist dadurch unnötig, da sich vor allem die ADAC Rallye Masters bereits der Förderung des Breitensports verschrieben hat und auf diesem Gebiet wesentlich mehr Möglichkeiten hat als der DMSB.“

In Sachen zugelassener Fahrzeuge hat Stadler eine klare Meinung. „Bei den zugelassenen Fahrzeugklassen gibt es noch Diskussionen. Wenn es 2007 überhaupt ein World Rally Car in Deutschland gibt, dann soll es auch fahren dürfen. Punkte für die DRM soll es meiner Meinung nach aber nur für die Klassen nach Anhang J der FIA geben, weil die höchste deutsche Meisterschaft nur so den internationalen Anschluss halten kann“, erklärte er.

„Dies kann zwar zu einem Mitsubishi-Markenpokal führen, aber es kann nicht die Aufgabe des DMSB sein, über Verbote und Reglements das Engagement einzelner Automobilhersteller einzugrenzen“, fährt Stadler fort. „Unsere Aufgabe ist vielmehr mit einem zukunftsorientierten Konzept die Attraktivität für möglichst viele Industriepartner und Fahrzeuganbieter erheblich zu steigern und somit die Vielfalt zu gewährleisten. Dies wird dann sicher auch den Fans und Zuschauern besser gefallen.“

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