DRM-Promoter

Armin Kremer fordert mehr Engagement

Am vergangenen Wochenende startete Armin Kremer erneut in der Deutschen Meisterschaft. Dabei sind dem Routinier Sachen aufgefallen, die aus seiner Sicht verbessert werden müssen.

5. August 2026

Michael Heimrich

Armin Kremer fordert mehr Engagement

Mit dem zweiten Platz endete der Auftritt von Armin Kremer bei der Rallye ADAC Mittelrhein. Es war sein erster Start seit der Lausitz-Rallye im vergangenen Herbst, trotzdem war der Ex-Europameister sofort wieder bei der Musik dabei und konnte sich an der Spitze behaupten.

„Mit dem Ergebnis können wir sehr zufrieden sein. Vielleicht wäre sogar mehr drin gewesen, wenn wir zu Beginn den Rückwärtsgang gefunden hätten“, so Kremer und spielt dabei auf seinen Ausrutscher auf der ersten Prüfung an, als er mit seinem Skoda an einem Abzweig geradeaus rutschte und wertvolle Zeit verlor. 

Trotz des sportlich positiven Ausgangs sorgten einige Dinge für ein Nachdenken beim Mecklenburger, der in seiner langen Karriere viele Meisterschaften und Veranstaltungen kennengelernt hat. Entsprechend geschult ist sein Blick für Dinge, die man ändern sollte, will man die Außendarstellung deutlich verbessern.

„So großartig die Strecken durch die Weinberge sind, aber der verstaubte Servicepark im Nirgendwo entspricht nicht dem Niveau, das man von einer Deutschen Meisterschaft erwarten kann. Welche Sponsoren sollte man dorthin einladen wollen?“, fragt Kremer und fordert mehr Unterstützung vom ADAC als Promoter. „Entweder man bekennt sich zur DRM und unterstützt Veranstalter mit allen Möglichkeiten, die man hat, oder man sollte es sein lassen. Aber wenn man als Aktiver das Gefühl hat, wir verstecken uns mit einer Rallye lieber vor der Öffentlichkeit, dann kann das nicht der richtige Weg sein.“

Die fehlende Unterstützung für Veranstalter hat auch unmittelbare Auswirkungen auf den Kalender, wie Kremer findet, denn die Auswahl für den DRM-Kalender wird nicht nur schwieriger, weil passende Läufe fehlen. „Wir brauchen Rallyes auf Top-Niveau und eine Saison, die nicht durch lange Pausen unterbrochen ist, um anschließend eine Häufung von Läufen zu erleben“, sagt Kremer.

Auch die laufende Diskussion über die Einstufung der Porsche hat er nun hautnah miterlebt. „Aus meiner Sicht sind diese Fahrzeuge eine echte Bereicherung für die Meisterschaft. Aber man sollte auch deutlich machen, dass die international etablierten Rally2-Autos die Top-Klasse sind, die um den Titel fahren. Deshalb könnte man über einen weiteren Titel nachdenken, um den die Porsche-Fahrer und andere, die in diese Klasse passen, kämpfen. Aber so wie es jetzt ist, ist es keine tragfähige Lösung.“

Die nächste Gelegenheit mit den DRM-Verantwortlichen direkt vor Ort zu sprechen, wird sich für ihn in diesem Jahr möglicherweise noch zwei Mal ergeben. Kremer plant nicht nur den Einsatz beim Schotter-Finale in der Lausitz, sondern könnte auch bei der wiederbelebten 3-Städte-Rallye antreten.

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