Weitere Verluste für Ford

Die letzte Etappe der Rallye Deutschland begann für das Ford-Lager denkbar schlecht. Ken Block fiel kurz nach dem Restart aus, Mikko Hirvonen bremst ein Getriebeschaden.

22. August 2010

Michael Heimrich

Weitere Verluste für Ford

Schon auf dem Weg zur WP15 war Schluss für Ken Block. Ein gerissener Keilriemen der Lichtmaschine beendete die bislang gute Fahrt des Amerikaners, der zum ersten Mal mit einem WRC auf Asphalt fuhr und auf Platz 9 lag. Für Ford deutet sich bereits der nächste Ausfall an. Mikko Hirvonen klagte über Getriebeprobleme. „Wir haben nur noch einen Gang. Ich weiß nicht, was ich jetzt machen soll“, klagte der Finne im Ziel von WP16.

Bereits gestern Abend war Fancois Duval nach einem Überschlag auf der letzten Tagesprüfung ausgeschieden. Beifahrer Denis Giraudet zog sich dabei mehrere Rippenbrüche zu, der Focus WRC wurde stark beschädigt. „Ich wollte unbedingt Petter Solberg hinter mir halten. Ich verpasste eine Kurve und wir rollten zwischen zwei Hinkelsteinen durch. Auf Denis Seite wurde das Auto stark beschädigt“, so Duval.

An der Spitze liegt Sebastien Loeb weiter klar vor Dani Sordo. „Ich gehe heute Morgen null Risiko ein. Ich bin sehr zufrieden – vor allem im Hinblick auf die Meisterschaft“, freute sich Loeb. Sebastien Ogier verlor durch die gleichen Probleme wie am Freitag wertvolle Sekunden. „Wenn ich die Handbremse betätige, geht der Motor aus“, so der Franzose. „Eigentlich sollte dies ein spezielles System verhindern.“ Zum Glück für Ogier konnte Latvala die Schwäche seines Gegners nicht ausnutzen und belegt weiterhin Rang vier. „Der vierte Platz ist für mich in Ordnung. Für meine Zukunft ist es besser, hier Vierter zu werden und ins Ziel zu kommen als jetzt noch ein großes Risiko einzugehen“, meinte der Finne.

Petter Solberg begeistert seine Fans weiterhin mit schnellen Zeiten, kann aber aus eigener Kraft nicht mehr weiter nach vorne kommen. Zum Platzwechsel kam es hinter ihm. Kimi Räikkönen leistete sich zwei Fahrfehler auf der ersten Prüfung des Tages und Matthew Wilson konnte vorbeiziehen. „Auf der 15. Prüfung habe ich mich an einem Abzweig verbremst und den Motor abgewürgt“, erklärte Kimi. 
 
Zum Führungswechsel kam es in der hart umkämpften SWRC. Spitzenreiter PG Andersson beschädigte sich nach einer harten Landung an einer Bordsteinkante einen Reifen und verlor durch den fälligen Radwechsel über drei Minuten. Patrik Sandell übernahm die Führung, liegt aber nur fünf Sekunden vor Martin Prokop.
     
GALERIE: Die Bilder der Rallye Deutschland 2010…
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