Verlässt Freddy Loix Hyundai?

Hyundai-Pilot Freddy Loix fordert endlich mehr Unterstützung vom koreanischen Konzern für das Werksteam MSD, andernfalls würde er auch einen Wechsel in Betracht ziehen.

9. April 2003

Michael Heimrich

Verlässt Freddy Loix Hyundai?

Zwar konnte das Team erstmals in dieser Saison Testfahrten durchführen und leichte Modifikationen am Accent WRC³ vornehmen, aber Freddy Loix ist sich nicht sicher, wie die Zukunft aussehen wird. „Es wäre schön, wenn wir die Leistungen aus dem Vorjahr hätten bestätigen können. Dann würde ich sicherlich gerne bleiben“, erklärte der Belgier, dessen Vertrag am Ende des Jahres ausläuft. „Aber wir wissen immer noch nicht wie sich der Hyundai-Konzern für 2004 entscheiden wird.“

Nachdem am Anfang der Saison die Entwicklung am Auto durch akuten Geldmangel gestoppt werden musste und erst nach einer Intervention von Teamchef David Whitehead wieder flossen, kann man in Neuseeland endlich einen verbesserten Accent WRC mit neuen Stoßdämpfern und einem geänderten Turbolader einsetzen. Bei ausführlichen Testfahrten in Spanien prüften die Hyundai-Piloten der neuen Homologation ihres Accent WRC gehörig auf den Zahn.

„Der neue Turbolader sorgt dafür, dass sich die Leistung speziell im mittleren Drehzahlbereich linearer entwickelt“, verrät Schwarz. „Dies verbessert auch die Traktion.“ Ebenfalls neu: Standfestere, selbst entwickelte Stoßdämpfer sollen auch bei härtester Belastung fortan konstanter funktionieren ? eine Verbesserung, die insbesondere auch den Reifenverschleiß minimieren hilft. Entsprechend ehrgeizig definiert der Oberreichenbacher sein Ziel für die Rallye Neuseeland: ein Platz unter den ersten Acht ? und somit WM-Punkte für die Fahrerwertung.

Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt Loix vorsichtig. Zu groß ist der Abstand zu den Topteams geworden. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, weiß Loix, hofft aber auf ein starkes Ergebnis in Neuseeland.

Dass dies nicht unmöglich ist, bestätigt auch sein Co-Pilot Sven Smeets: „Diese Veranstaltung ähnelt der Rallye Finnland, nur die Sprünge fehlen. Wir fahren ein sehr hohes Tempo, ohne dabei das Auto stark zu fordern, denn die Strecken sind sehr eben. Doch in Neuseeland macht der Fahrer den Unterschied aus ? nicht das Auto.“

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