Toyota macht Druck: Rallye-WM schon 2019 in Japan?

In Finnland wurde Toyota-Chef Akio Toyoda fast schon wie ein Popstar gefeiert, jetzt macht der mächtige Japaner Druck und will den WM-Zirkus möglichst schnell in seine Heimat lotsen. Schon im kommenden Jahr könnte es soweit sein.

1. August 2018

Michael Heimrich

Klotzen statt kleckern. Erneut nutzte Toyota das Heimspiel der Werksmannschaft für den ganz großen Aufschlag und verpasste Jyväskylä einen rot-weißen Anstrich. Auch die sportliche Leistung passte. Die Truppe von Tommi Mäkinen hatte sich intensiv auf die Rallye Finnland vorbereitet und Ott Tänak lieferte einen beeindruckenden Sieg ab. 
Mittendrin beim Jubel auf dem Siegerpodest: Konzern-Chef Akio Toyoda, den die Finnen mittlerweile besonders ins Herz geschlossen haben. Der mächtige Japaner tauchte auch in Finnland wieder unangemeldet im Servicepark auf und mischte sich unter das Rallye-Volk. Diese Nähe kommt entsprechend gut an. 
Toyoda nutzte die Reise nach Finnland aber nicht nur, um bei seinem Werksteam zu sein, sondern auch, um beim WM-Promoter einen japanischen WM-Lauf einzutüten. Nicht erst 2020, sondern bereits 2019 soll es wieder eine Rallye Japan in der Weltmeisterschaft geben. 
Als künftiger WM-Lauf wurde die „Shinshiro Rally“ auserkoren, die in diesem Jahr Anfang November, zwei Wochen vor dem WM-Finale in Australien stattfindet. Die Organisatoren der rund um die mit knapp 10 Millionen drittgrößten Stadt Japans stattfindende Asphalt-Rallye waren in Finnland ebenfalls vor Ort um kräftig die Werbetrommel zu rühren, damit sie auf den Kalendervorschlag 2019 rücken, der dem FIA-Weltrat auf der Sitzung am 12. Oktober vorgelegt werden soll. 

Chile und Argentinien

So gut wie fest steht der Aufstieg von Chile. Die nahezu auf Privatgrund rund um die Hafenstadt Conception ausgetragene Schotterrallye soll im April 2019 im WM-Kalender stehen, zwei Wochen vor dem Klassiker in Argentinien mit der die neue WM-Runde logistisch ein Doppelpack bildet.
Mit Chile und Japan würden zwei neue Länder in die Weltmeisterschaft aufsteigen, weil der Kalender 2019 aber höchstens 14 Stationen umfassen soll, muss ein aktueller WM-Lauf weichen. Direkt im Anschluss an die Rallye Deutschland trifft sich die Rallye-WM-Kommission und danach die übergeordnete FIA Rallyekommission. Danach dürfte feststehen, in welchem Land nicht mehr gefahren wird. 

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