Sven Haaf geht bei der 70. Auflage der Rallye Monte-Carlo an den Start.

Bei der Rallye Monte-Carlo beginnt für den deutschen Rallyefahrer Sven Haaf und seinen Co-Piloten Michael Kölbach eine neue Herausforderung.

11. Januar 2002

Michael Heimrich

Sven Haaf geht bei der 70. Auflage der Rallye Monte-Carlo an den Start.

Mit dem Citroën Saxo Super 1600 starten sie erstmalig bei einem Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft. Die Traditionsveranstaltung mit Start- und Zielort in Monaco bildet den Auftakt zur Junior-Rallye-Weltmeisterschaft, die im vergangenen Jahr speziell für frontgetriebene Fahrzeuge bis 1,6 Liter Hubraum ins Leben gerufen wurde.

Bereits in der Saison 2001 konnte der gelernte Kfz-Meister aus Windeck im Rhein-Sieg-Kreis Erfolge mit dem Citroën Saxo verbuchen: Bei sieben Rallyes feierte er in der Division 3 nicht weniger als fünf Siege und sicherte sich in dieser Kategorie den ersten Rang sowie den fünften Platz im Gesamtklassement der Deutschen Rallye-Meisterschaft.

Nach der Rallye Monte Carlo stehen die Rallye Catalunya (E) und die Rallye Akropolis (GR) auf dem Programm, bevor mit der ADAC-Rallye Deutschland der Saisonhöhepunkt folgt. Gerade dort rechnet sich Haaf gute Chancen aus: "Die Rallye Deutschland ist neu im WM-Kalender und somit für die meisten Teilnehmer Neuland. Ich hingegen bin sie schon mehrfach gefahren. Ein riesiger Vorteil, denn Streckenkenntnis ist im Rallyesport sehr wichtig". Die letzten zwei Stationen der Junior-WM führen die Teams nach San Remo (I) und in die Wälder um Cardiff in Großbritannien.

Bei 30 eingeschriebenen Teilnehmern aus der ganzen Welt fällt Haaf eine Standortbestimmung schwer: "Die Junior-WM ist eine stark besetzte Meisterschaft. Da es in Deutschland bislang nur selten internationale Konkurrenz gab, mit der man sich messen konnte, ist es sehr schwierig, bei einem WM-Lauf meine Chancen einzuschätzen, zumal einige der anderen Teilnehmer diese Veranstaltung bereits gefahren sind."

"Gerade die Rallye Monte-Carlo ist für ihre ständig wechselnden Bedingungen bekannt – mal trockener Asphalt, dann wieder Eis und Schnee. Wichtig ist für uns, überhaupt ins Ziel zu kommen. Wenn dabei noch Punkte rausspringen würden, wäre dies ein toller Erfolg."

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