Spannender Tag in Griechenland

Spannung pur in Griechenland. Die ersten sechs Fahrer liegen innerhalb von nur 10.6 Sekunden. Entsprechend häufig wurden die Positionen getauscht.

7. Juli 2007

Michael Heimrich

Der Zeitverlust durch seine frühe Startposition und die Rolle des Straßenkehrers hielt sich zu Beginn in Grenzen. Als es am Nachmittag zum zweiten Mal über die mittlerweile gesäuberten Prüfungen des Morgens ging, schlug die Stunde von Marcus Grönholm. Direkt nach der Mittagspause übernahm der Finne das Kommando bei der Akropolis Rallye und baute die Führung bis zum Abend auf 8.3 Sekunden aus. „Wir sind so schnell gefahren, wie wir konnten. Ich bin wirklich zufrieden“, freute sich „Bosse“ über seine Leistung.

Chris Atkinson, der die Rallye am Anfang anführte, konnte dem Tempo Grönholms nicht mehr folgen. Der Australier fiel auf Platz drei zurück. „Leider war das Auto heute Nachmittag nicht mehr so gut wie am Morgen“, ärgerte sich Atkinson über den Zeitverlust. Teamkollege Petter Solberg verteidigt seinen zweiten Rang und liegt nur 8.3 Sekunden hinter Spitzenreiter Grönholm zurück.

Für Weltmeister Sebastien Loeb endete der Tag auf dem ungewohnten vierten Rang. Selbst am Nachmittag konnte der Franzose nicht wie üblich nach vorne fahren und die Spitze erkämpfen. „Ich bin ein hohes Risiko eingegangen, aber Marcus war einfach schneller. Obwohl ich das Setup im Service ändern ließ, hat es nicht gereicht“, gab Loeb zu, bleibt aber mit einem Rückstand von 9.7 Sekunden in Schlagdistanz.

Knapp dahinter erkämpfte Mikko Hirvonen wieder den fünften Rang, trotz großer Probleme mit dem Setup seines Ford Focus. „Das Auto untersteuert ständig“, klagte der Finne, der Dani Sordo auf Platz sechs verdrängen konnte und nur 10.3 Sekunden hinter dem Führenden liegt.

Eine deutlichere Lücke klafft zu Henning Solberg, der sich mit Jari Matti Latvalla einen Schlagabtausch um Platz sieben liefert. Lediglich 3.1 Sekunden trennen die beiden Ford-Privatiers am Ende der Etappe. Manfred Stohl erreicht das Ziel auf dem neunten Platz. „Wir müssen uns eingestehen, dass wir gegen die Werkteams und die Ford World Rally Cars von Latvala und Henning Solberg fast keine Chance haben“, so der Österreicher.

Pech hatte Andreas Aigner, der zunächst die PWRC-Wertung anführte. Doch ein Reifenschaden kostete zuviel Zeit, der Youngster fiel auf Rang acht zurück. „Das ist schon sehr bitter. Denn bis dahin ist es optimal gelaufen. Aber gegen einen Reifenschaden auf diesem schlechten Untergrund ist man eben nicht gefeit“, fluchte Aigner. „In den Kampf um den Sieg in der PWRC werden wir zwar nicht mehr eingreifen können ? aber auf den dritten Platz fehlen uns trotz des Missgeschicks nur rund 1:20 Minuten. Da ist noch einiges möglich!“

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