Am Rande des spanischen WM-Laufs auf Gran Canaria wurde das nächste Rally1-Projekt bekanntgegeben. Nachdem sich bislang nur Toyota mit Testfahrten aus der Deckung getraut hat und in Belgien auf privater Basis ein Fahrzeug entwickelt wird, dürften die WRC-Verantwortlichen froh sein, das heute der spanische Verband wenigstens ein paar Nägel mit Köpfen gemacht hat.
Viel wurde dabei aber nicht bekanntgeben. Das Fahrzeug wird nach dem neuen WRC27-Reglement entwickelt. Dieses sieht eine Kostenobergrenze von 345.000 Euro vor und schreibt unter anderem eine Sicherheitszelle aus Rohrrahmen, Doppelquerlenker-Aufhängung, Allradantrieb sowie einen mit nachhaltigem Kraftstoff betriebenen 1,6-Liter-Turbomotor vor. Für die technische Umsetzung ist RMC Motorsport verantwortlich. Das Unternehmen bringt nahezu ein Jahrzehnt Erfahrung mit N5-Rallyefahrzeugen ein, die bereits national und international eingesetzt wurden. Offen ist unter anderem, wer den Motor liefert und ob die Karosserie einem bekannten Serienfahrzeug ähneln wird.
„Besonders bemerkenswert an diesem Projekt ist, dass es von einem FIA-Mitgliedsverband unterstützt wird. Ein Novum für die Meisterschaft und ein klares Zeichen für das Vertrauen der Verbände in die Richtung, die die WRC einschlägt“, freut sich FIA-Vizepräsident Malcolm Wilson dennoch über den offiziell „zweiten Hersteller“ für die Saison 2027.

