Solberg und Märtin out

Turbulenter Auftakt in Australien. Petter Solberg und Markko Märtin schieden vorzeitig aus, an der Spitze balgen sich Marcus Grönholm und Sebastien Loeb.

12. November 2004

Michael Heimrich

Solberg und Märtin out

„Ich mache mir ernsthaft Sorgen!“ – Ford-Teamchef Malcom Wilson hatte bereits am gestrigen Abend eine leise Vorahnung, dass die Motorenprobleme seines Schützlings Märtin in der kurzen Zuschauerprüfung weitreichende Folgen haben könnten. Diese sollten sich am Morgen der ersten Etappe bestätigen. Im nur zehnminütigen Service konnte die Fehlerquelle nicht beseitigt werden und der Este, zuletzt in Korsika und Spanien erfolgreich, konnte nicht starten.

Nicht viel besser erging es Petter Solberg, der auf der vierten Prüfung von der Strecke abkam und sich die Lenkung des Impreza WRC so heftig ramponierte, dass seine Rallye ebenfalls vorzeitig beendet war. „In einer schnellen Rechtskurve habe ich einen Stein getroffen. Dabei hat es die Lenkung erwischt“, erklärte der Norweger, der sich durch den Ausfall von Märtin dennoch über die Vizemeisterschaft freuen darf.

An der Spitze balgen sich Marcus Grönholm und Sebastien Loeb um den Platz an der Sonne. Noch liegt der Finne vorn, doch sein Verfolger verkürzt mit zwei Bestzeiten in Folge den Rückstand auf nur noch 18.3 Sekunden. „Für uns war es ein fast perfekter Start in die Rallye. Das Auto läuft gut und wie gehen keine unnötige Risiken ein“, freute sich Grönholm.

Rang drei sichert sich zur Hablzeit der heutigen Etappe Harri Rovanperä, vor Francois Duval. „Für mich war es ein schwieriger Start in den Tag“, erklärte der 23-jährige Belgier. „Unser Setup ist zu weich und ich bin alles andere als glücklich damit. Wir hatten eigentlich Regen erwartet, aber es wird jetzt trockener.“

Privatier Antony Warmbold liegt nach den beiden Ausfällen an der Spitze bereits auf dem sechsten Rang, dicht gefolgt vom ersten PWRC-Starter Alister McRae. Der Schotte muss in Australien gewinen und darauf hoffen, dass OMV-Pilot Jani Paasonen nur Dritter wird. Im Moment liegt der Finne auf Rang fünf, 35.7 Sekunden hinter McRae zurück.

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