Solberg nicht in Australien

Schlechte Nachrichten für alle Fans von Petter Solberg. Der Norweger streicht aus Kostengründen den Trip zum zehnten WM-Lauf.

3. August 2009

Michael Heimrich

Solberg nicht in Australien

Schon in Finnland hatten es Petter Solbergs Fans nicht leicht. Nachdem der Weltmeister von 2003 nach zunächst eindrucksvoller Fahrt auf Rang zwei durch einen Graben rauschte und den Kühler beschädigte, überhitzte der Motor am Citroën Xsara. Als dann auch noch eine Stoßdämpfer-Aufhängung brach, gab der Norweger am Abend des zweiten Tages auf und verzichtete auf einen Restart am Sonntag. „Das hätte einfach noch mal 15.000 Euro gekostet, ohne, dass ich etwas gewinnen konnte“, sagte Solberg.

Der Anführer seines eigenen Teams wollte auch deshalb den sorgfältigen Umgang mit seinem Budget demonstrieren, weil er am gleichen Abend Vertreter einiger seiner Hauptsponsoren zu einem Abendessen im Servicepark in Jyväskylä eingeladen hatte.

Um sein spärliches Budget weiter zu entlasten, hat Solberg die Reise zum kommenden WM-Lauf in Australien trotz der früheren Ankündigung, alle WM-Läufe zu fahren, gestrichen. Eigentlich plante er, erst das Leistungsvermögen seines Xsara auf den Prüfungen in Finnland zu testen, bevor er eine Entscheidung über den Besuch der ebenfalls schnellen Strecken in Australien fällen wollte.

Nennungsschluss Downunder ist der 6. August. Die zusätzlichen Kosten durch den Motorschaden belasten das knappe Budget aber unvorhergesehen, so spart sich Solberg die teuren Übersee-Frachtkosten. Der Publikumsliebling versichert aber, dass er definitiv die letzten beiden europäischen Läufe in Spanien und Wales in Angriff nimmt.

Abgesehen davon plant Solberg bereits die nächste Saison. „Es sind keine Werkscockpits frei, also muss ich mindestens das eine Jahr noch überbrücken, wenn ich im Geschäft bleiben will“, sagt der Mann aus Spydeberg und bat die Sponsoren zum Diner. Sie sollen möglichst auch 2010 ihre Geldbörsen zücken.

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