Solberg gibt Titeltraum nicht auf

Zum dritten Mal in Folge verpasste Petter Solberg einen möglichen Sieg. Seine Titelträume gibt der Norweger dennoch nicht auf.

29. März 2011

Michael Heimrich

Solberg gibt Titeltraum nicht auf

Pech oder Unvermögen? Diese Frage stellt sich nicht nur Petter Solberg. Vier Reifenschäden an einem Tag sprechen eine klare Sprache, doch die Ursachen für die vielen Plattfüße bleiben unklar. „Ich kenne den Grund nicht“, stöhnte Petter Solberg. „Vielleicht liegt es an meinem Setup, vielleicht an meinem Fahrstil. Wir müssen das schnell herausfinden.“

Fakt ist, durch den enormen Zeitverlust am Freitag verspielte Solberg alle Chancen auf den Sieg in Portugal. Ein Erfolg muss jedoch rasch her, soll der WM-Zug für den Citroën-Privatier nicht frühzeitig abfahren. Fällt Solberg im Titelrennen zügig zurück, dann wackelt erneut die Finanzierung der restlichen Saison. Ein Sieg bei einer der nächsten Rallyes wird für den 36-jährigen zur Pflicht, der mit 27 Punkten Rückstand auf Platz 5 der Gesamtwertung liegt.

„Ich habe das bereits durchgerechnet. 27 Punkte sind bei einer Rallye aufzuholen. Aber dafür muss ich gewinnen und jemand anderes ausfallen. Dazu muss es jedoch erst einmal kommen“, so Solberg. „Sebastien, Mikko und die anderen Jungs hatten Glück. Sie hatten auch ihre Probleme, aber konnten weiter an der Spitze kämpfen. Aber ich hatte diese Reifenschäden.“

Nach den aktuellen Rückschlägen denkt Petter auch an seine Partner. „Wenn man weit weg vom Podium fährt, dann bekommt ein Sponsor nicht die nötige Aufmerksamkeit. Im Moment mache ich mir nur wenige Sorgen, aber was künftig passiert, weiß ich nicht. Ich muss jetzt schnell aufschließen“, weiß der Norweger, der seine Titelträume noch lange nicht abgeschrieben hat. „Ich werde nie aufgeben. Ich weiß wie schnell sich die Dinge im Rallyesport ändern können. Das Problem ist, dass die Ergebnisse der letzten drei Rallyes nicht unserer Leistungsstärke entsprechen, die wir zeigen konnten.“
 

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