Solberg gewinnt erste Etappe

Weltmeister Petter Solberg hat sich mit einem wahren Bestzeitenfeuerwerk fest an die Spitze der Gesamtwertung gesetzt.

4. Juni 2004

Michael Heimrich

Lediglich auf dem abendlichen Zuschauerprüfung musste sich der Norweger seinen Gegnern geschlagen geben. Zuvor konnte er eine Bestzeit nach der anderen einfahren und baute seine Führung in der Gesamtwertung deutlich aus. „Endlich ist das Glück mal auf meiner Seite und ich konnte vom Pech der anderen Fahrer profitieren“, freute sich der Norweger. „So kann es jetzt bis ins Ziel bleiben.“

Rang zwei sichert sich überraschend der Finne Harri Rovanperä, nachdem Marcus Grönholm ungewöhnlich viele Fahrfehler unterliefen und dieser immer weiter zurückfiel. „An manchen Stellen habe ich es wohl übertrieben“, ärgerte sich der Peugeot-Pilot. „Ich bin nicht ganz glücklich mit dem Setup meines Autos, es springt noch zu stark.“

Pech für Grönholm: Am Abend schnappte sich auch noch Ford-Youngster Francois Duval den dritten Rang und verwies den Finnen auf Platz vier. Duvals Teamkollege Markko Märtin war bereits am Morgen nach einem Fahrfehler vorzeitig ausgeschieden.

Nicht viel weiter schaffte es Armin Schwarz bei seinem Comeback in der Rallye-Weltmeisterschaft. Mit einer gebrochenen Spurstange rollte der Skoda-Pilot bereits auf der dritten Prüfung aus. Nur unwesentlich mehr Glück hatte Teamkollege Toni Gardemeister, der zunächst mit schnellen Zeiten beeindruckte, dann aber mit dem gleichen Problem wie Schwarz zurückfiel. Glück für das Skoda-Team: Dank des neuen Superally-Konzeptes darf man morgen wieder starten und weitere wichtige Testkilometer mit dem überarbeiteten Fabia absolvieren.

Manfred Stohl findet sich am Abend der ersten Etappe auf dem achten Rang wieder. Leider kam ihm dann auf der fünften Prüfung Carlos Sainz in die Quere. Der Spanier rollte nach einem Fahrwerksschaden nur mehr dahin. Als Stohl herankam blockierte Sainz für einige Zeit die Strecke. Erst nach einem kleinen „Schubser“ machte er Platz. Stohl: „Ich verstehe es nicht. Aber vielleicht hat er mich wirklich nicht gesehen.“ – Nach einem von Ausfällen gezeichneten ersten Tag blickt der Österreicher sehr zuversichtlich auf Samstag und Sonntag. Stohl: „Die Acropolis ist heuer extrem hart. Da tut sich noch sehr viel. Wer auf der Straße bleibt, darf mit einer sehr guten Platzierung rechnen.“

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