Sebastien Ogier will wieder an die WM-Spitze zurück

In Portugal verlor Sebastien Ogier seine WM-Führung an Thierry Neuville. Beim kommenden Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft auf Sardinien soll sich das Blatt wieder wenden und der Franzose weiß, wie er die Sache angehen muss.

2. Juni 2018

Michael Heimrich

Sebastien Ogier will wieder an die WM-Spitze zurück

Bei der Rallye Portugal schnitt Sebastien Ogier eine Rechtskurve einen Tick zu stark und beschädigte die Aufhängung des Vorderrads. Ein paar Meter schlitterte der Ford-Pilot ins Unterholz und verlor alle Chancen. Doppelt bitter für Ogier: Titelkonkurrent Thierry Neuville gewann und übernahm die WM-Führung. 
„Wir hätten um den Sieg kämpfen können. Es war ein kleiner Fehler, mit großen Konsequenzen. Aber wir haben das hinter uns gelassen und fokussieren uns nun voll darauf, auf Sardinien alles zu geben“, erklärte Ogier vor der Abreise nach Sardinien.
Mit seinen schnellen und schroffen Schotterprüfungen gepaart mit dichtem Staub und hochsommerlichen Temperaturen zählt der siebte WM-Lauf zu den härtesten Herausforderungen der gesamten Saison
„Ich bin schon einige Male dort gefahren und habe gelernt, diese anspruchsvollen Prüfungen zu mögen. Es ist eine schöne Insel, aber nicht die einfachste Rallye mit einem sehr rauen Untergrund. Man muss vom Start bis ins Ziel fokussiert bleiben und das ist genau das, was wir in der nächsten Woche machen wollen“, sagte Ogier.
Auf dem Programm stehen 20 Wertungsprüfungen über 313,46 Kilometer. Die anspruchsvollen Schotterpisten verlangen sowohl den Fahrern als auch ihren Fahrzeugen alles ab. Die engen, teils extrem schnellen Strecken sind mit losen Steinen übersät, extrem materialfordernd und lassen kaum Platz für Fahrfehler. Insbesondere bei der zweiten Durchfahrt erwartet die Piloten ein Cocktail aus dicken Felsbrocken und tiefen Spurrinnen. Dabei klettert das Thermometer in den Cockpits auf bis zu 50 Grad Celsius.
„Wir werden zwar nicht als erstes Fahrzeug starten, aber die Fahrer hinter uns werden von der immer sauber werdenden Strecke profitieren“, so Ogier. „Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass wir um ein gutes Ergebnis kämpfen können. Wir am Freitagabend in der Nähe des Führenden liegen, dann haben wir eine Chance und werden angreifen, um das bestmögliche Resultat zu holen.“

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