Richards: „War erst der Anfang“

Kris Meeke verpasste sein erstes WM-Podium beim Saisonfinale denkbar knapp. Dennoch herrscht Zuversicht im Mini-Lager. Die Erwartungen seien bei den ersten Auftritten des John Cooper Works WRC weit übertroffen worden heißt es.

14. November 2011

Michael Heimrich

Richards: „War erst der Anfang“

Mit dem Podium hat es am Ende doch nicht geklappt. Obwohl Kris Meeke am letzten Tag der Wales Rallye GB über 40 Sekunden auf den Drittplatzierten Henning Solberg aufgeholt hatte, verhinderte ein Fahrfehler auf der abschließenden Power-Stage den Sprung aufs Treppchen.

"Insgesamt hatten wir ein richtig gutes Wochenende. Es gab ein paar kleinere Schwierigkeiten im Verlauf der Rallye, die uns vielleicht drei Minuten gekostet haben", spielte Meeke unter anderem auf ein defektes Motorlager an, das für einen Leistungsverlust sorgte. "Natürlich hadere ich noch etwas mit der Power Stage. Es ging um alles, aber wir haben einen Fehler gemacht und den Preis dafür gezahlt. So ist das Leben. Hoffentlich können wir in Zukunft noch weiter nach oben schauen als auf den dritten Rang. Ich ziehe nach dieser Saison ein positives Fazit. Mit einem neuen Auto und einem neuen Team um Podestplätze fighten zu können, das ist fantastisch. Heute in einem Jahr möchten wir in der Lage sein, um den Sieg zu kämpfen."

Auch Teamchef David Richards ärgerte sich über das Missgeschick von Meeke. "Wie so viele der anderen Events in diesem Jahr hatte auch diese Rallye für uns Höhen und Tiefen. Kris dürfte noch eine Weile über seinen halben Dreher auf der letzten Prüfung und all das nachdenken, was hätte sein können. Das war jedoch nicht die einzige Situation, in der uns diesmal einfach das nötige Quäntchen Glück gefehlt hat. Wenn ich aber auf diese Rallye und unsere fünf Top-5-Platzierungen bei nur sechs Starts zurückschaue und mir überlege, was wir in nur sechs Monaten erreicht haben, dann kann ich nur sagen: Das Mini WRC Team hat seine Reifeprüfung bestanden. Und das war erst der Anfang."

Im kommenden Jahr wird Mini an allen WM-Läufen teilnehmen. Im März folgt die erste Ausbaustufe des WRC, die einen deutlichen Schritt nach vorne bringen soll. "Wir sind sehr zufrieden mit den sportlichen Erfolgen des Teams, die unsere Erwartungen weit übertroffen haben. Die Performance von Mannschaft und Fahrern stimmt, außerdem ist der Teamgeist klasse. All das wirkt sich positiv auf MINI und John Cooper Works aus. Das ist genau das, worum es uns geht", meinte Mini-Sportchef Dirk Hollweg abschließend.

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