Quesnel: „Loeb ist unser Favorit!“

Citroën-Sportchef Olivier Quesnel spricht vor dem großen Showdown der Rallye-WM ein Machtwort. Alle Konzentration gilt der Titelverteidigung von Sebastien Loeb. Sollte dieser aber erneut ein Problem haben, muss Sebastien Ogier die Kohlen aus dem Feuer holen.

16. Oktober 2011

Michael Heimrich

Quesnel: „Loeb ist unser Favorit!“

Dass Sebastien Loeb zwei Rallyes vor dem Ende als WM-Spitzenreiter eingeholt werden konnte, hätten Sie sich vor ein paar Wochen sicherlich nicht vorstellen können, oder?
"Wir haben nie aufgehört zu betonen, dass wir auf der Hut sein müssen und noch lange nichts entschieden ist. Leider haben uns die Geschehnisse Recht gegeben. Ein Reifenschaden, ein Unfall und ein mechanischer Schaden haben den Vorsprung von Sebastien Loeb wettgemacht. Sebastien Ogier, der zu Beginn der Saison Punkte verlor, ist plötzlich wieder vorne mit dabei, nachdem er zwei Siege bei den letzten drei Rallyes holen konnte. Es ist wahr, das ist eine Situation, die wir nicht erwartet hatten. Aber wir sind in der Herstellerwertung weiterhin gut platziert und hier wollen wir am Wochenende den Sack zu machen."

Was erwarten Sie von den letzten beiden WM-Läufen dieser Saison?
"Sebastien Loeb ist weiterhin unser Topfavorit. Er ist schließlich nicht umsonst siebenfacher Weltmeister. Seit 2005 ist Sebastien in Spanien ungeschlagen und in Großbritannien seit 2008! Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, wie er 2009 den Titel holte. Sicherlich steht er mit dem Rücken zur Wand, aber er weiß, wie man mit solch einer Situation umgehen muss. Er weiß, dass sein Team ihm ein Auto gibt, dass schnell und zuverlässig ist. Wenn Seb noch einmal Probleme bekommt, können wir auf Sebastien Ogier bauen. Er liegt nur drei Punkte zurück, er ist mehr als ein Ass im Ärmel von Citroën."

Bedeutet das, beide Fahrer können frei um den Titel kämpfen?
"Der größte Fehler den wir machen können ist den falschen Gegner zu wählen. Mikko Hirvonen kommt nach Spanien mit derselben Punktzahl wie Sebastien Loeb. Er ist die Gefahr, niemand sonst. In dieser Situation müssen wir alle unsere Chancen auf den Fahrer lenken, der die meisten Punkte hat und das ist Sebastien Loeb."

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