Pirelli zeigt sich gesprächsbereit

Die Diskussionen um Einheitsreifen, Wintereinbruch und abgesagten Prüfungen sind ein wenig abgeklungen. Ausrüster Pirelli will jetzt die Konsequenzen ziehen.

12. Dezember 2008

Michael Heimrich

Pirelli zeigt sich gesprächsbereit

Der Pirelli-Einheitsreifen hatte sich in diesem Jahr auf Schotter bislang hervorragend bewährt. Doch im winterlichen Japan und Wales klagten die Fahrer über fehlende Traktion und forderten einen Notreifen für diese Bedingungen. Die Diskussionen erhitzten sich vor allem nach der ersten Etappe, die nach Prüfungsabsagen stark verkürzt wurde. Ausrüster Pirelli solle die Reifen nachscheiden, forderten einige Fahrer, doch das hätte allenfalls auf den Schotterpassagen einen Gripvorteil gebracht, auf den eisigen Stellen aber null Effekt gezeigt.

„Wir haben bereits während der Rallye über das Reglement gesprochen, aber ich denke das Beste ist es, wenn man so was erst im Anschluss macht“, so Pirelli-Manager Mario Isola gegenüber wrc.com, der kein Problem mit der Anpassung des Reglements hätte. „Wenn man sich nach einem Jahr an einen Tisch setzt und über die Reifen und die entsprechenden Bestimmungen spricht, dann ist das doch völlig normal. Es wäre nicht verwunderlich, wenn wir einige Details ändern würden, aber das muss man im Vorfeld tun. Wir können nicht zu einer Rallye kommen und mittendrin plötzlich eine Entscheidung treffen, ob wir den Reifen nachschneiden sollen. Das ist zu schwierig.“

Damit Ausrüster Pirelli nicht in den Ruf gerät, man könne keine Winterreifen herstellen, soll ein wintertauglicher Notfallreifen, wie er beim Saisonauftakt in Irland erlaubt sein wird,  auch bei Schotter-Veranstaltungen zugelassen sein. „Wir werden den Monte-Carlo-Reifen ohne Spikes dabei haben, damit wir bei Schneefall reagieren können. Wenn dieser Reifen auch bei anderen Läufen notwendig sein wird, warum nicht?“, fragt Isola. „Wir sind bereit für Veränderungen, wenn alle einverstanden sind, dazu zähle ich FIA, Hersteller und Pirelli.“

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