Pirelli und die Flugstunden beim 'Finnischen Grand Prix'

Pirelli, Partner der Werksteams von Ford und Subaru, hat sich auf die Herausforderungen beim finnischen Grand Prix vorbereitet.

8. August 2002

Michael Heimrich

Mit 200 km/h und mehr durch Finnland ? auf Schotter, durch den Wald: Dafür steht der im Land der 1000 Seen ausgetragene Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft, in der Szene auch ?Finnischer Grand Prix? genannt, genauso wie für seine gigantischen Sprungkuppen. Bei den ?Flugstunden? rund um Jyväskylä auf sandig weichem, bisweilen aber auch extrem hartem Untergrund zählen vor allem Bodenhaftung und Seitenführungseigenschaften.

In der Vergangenheit traten dabei im August Temperatur-Bandbreiten von knapp über Null bis zu mehr als 20 Grad Celsius auf. Diese oft widersprüchlichen Anforderungen stellen die Reifenhersteller vor komplexe Aufgaben. Pirelli, Partner der Werksteams von Ford und Subaru, hat entsprechend dem Reglement zwei Profilvarianten vorbereitet.

Colin McRae, derzeit Zweiter in der Tabelle, und sein drittplatzierter Ford-Teamkollege Carlos Sainz vertrauen ebenso wie Focus-Pilot Markko Märtin und die Subaru-Werksfahrer Tommi Mäkinen und Petter Solberg bei weichen, feuchten oder sandigen Streckenverhältnissen auf die KM-Variante des Pirelli PZero. Bei festen und trockenen Oberflächen kommt die K-Version des Reifens zum Einsatz. Beide Varianten sind in den Mischungen 2 (für höhere Temperaturen), 4 (bei weniger als 20 Grad Celsius) und 6 (bei noch geringeren Temperaturen oder Feuchte und Nässe) und als Evolutionsstufen dieser drei Gummiarten verfügbar. Die 2000 Reifen aus Mailand sind mit dem EMI-System für Druckausgleich bei Luftverlust ausgerüstet.

Bei den vergangenen drei Läufen ? allesamt auf Schotter ? waren die Partner von Pirelli das Maß der Dinge: Colin McRae gewann in Griechenland und Afrika, Carlos Sainz triumphierte in Argentinien. Zusammen mit dem Sieg von Tommi Mäkinen beim Auftakt in Monte Carlo haben Pirelli-Partner bislang vier von acht möglichen Siegen in dieser Saison für sich verbucht. In Finnland war der Reifenhersteller zuletzt 1999 mit Subaru und Juha Kankkunen siegreich, während der Brite Richard Burns im Vorjahr mit Subaru und Pirelli als Zweiter im hohen Norden einen weiteren wichtigen Schritt zum Titelgewinn unternahm.

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